Plus von 0,5 Prozent gegenüber 2017

Zahl der Baugenehmigungen bleibt 2018 zu gering

Zahl der Baugenehmigungen ist weiter zu gering. © EnBauSa.de

​​​​​​​Laut Statistischem Bundesamt wurde von Januar bis November 2018 der Bau von insgesamt 315.200 Wohnungen genehmigt. Das sind mehr als im Vorjahr, aber zu wenig um den steigenden Bedarf zu decken.

Es sind 0,5 Prozent  mehr Baugenehmigungen als im Vorjahreszeitraum. Bei den genehmigten Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern beträgt der Anstieg 4,5 Prozent. „Die Zahlen befinden sich zwar im positiven Bereich, insgesamt sind sie aber ernüchternd“, sagt Andreas Mattner, Präsident des Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA).

„Die aktuellen Zahlen kommen nicht an den benötigten Neubau heran. Wenn wir das Ziel von 1,5 Millionen neuen Wohnungen erreichen wollen, müssten in der laufenden Legislaturperiode pro Jahr 375.000 neue Wohnungen gebaut werden. Dieses Ziel ist bereits jetzt uneinholbar. Deutschland braucht in diesem Jahr ein Planungs- und Beschleunigungsgesetz für den Baubereich, damit wir einen großen Schritt vorankommen.“

Die aktuellen Regulierungsbestrebungen in der politischen Debatte würden zudem nicht dazu beitragen, die Immobilienmärkte zu entlasten. „Enteignungsdebatten, die willkürliche Ausübung von Vorkaufsrechten – auch bei Nichtwohngebäuden – und Ideen wie das Umlageverbot der Grundsteuer, das dazu noch verfassungsrechtlich bedenklich ist, tragen zur Abkehr der Investoren vom deutschen Markt bei“, so Mattner. „Ein Trugschluss, denn auf diese sind wir angewiesen. Bezahlbares Wohnen und Bauen schafft der Staat nicht allein.“ Quelle: ZIA / pgl

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