Quelle: DEUTSCHE ROCKWOOL

Fensterplanung

Winter- und Sommersonne optimal nutzen

Beim Hausbau sollte die Lage der Fenster genau bedacht werden. Foto: Robert Kneschke/stock.adobe.com

Wer ein Haus baut, muss an vieles denken. Lage und Himmelsrichtung sind nicht nur für das Grundstück, sondern auch für den Grundriss mit den Öffnungen in der Fassade an vielen Stellen entscheidend. Gerade bei der Fensterplanung muss auf einiges geachtet werden.

Die Ausrichtung der eigenen vier Wände sollte für die Planung von Fenstern und Türen genau bedacht werden. Nur so lässt sich später ein Optimum an Wohnkomfort erzielen, der sich auch für den Geldbeutel lohnt.

Seit einigen Jahren sind in der Architektur ebenso wie bei Verbraucher*innen zunehmend größere Fenster beliebt. „Mit großen, auch bodentiefen Fenstern, lässt sich sozusagen die Natur ins Haus holen. Besonders auf der Südseite bieten sich große Fensterflächen an. Das gilt umso mehr, wenn diese, wie so häufig, auf Balkon oder Terrasse führen“, erklärt VFF-Geschäftsführer Frank Lange. Durch solch eine Ausrichtung auf die Sonnenseite, können große Fenster dort in der kalten Jahreszeit für besonders hohe solare Wärmegewinne sorgen, indem sie die Sonneneinstrahlung und damit kostenlose Energie ausnutzen. Denn auch im Winter kann die tiefstehende Sonne noch viel wärmen. Das ist andererseits auf der Nordseite naturgemäß weit weniger der Fall.

Wohltuender Schatten

Wird im Winter jeder wärmende Sonnenstrahl gern genutzt, so ist man im Sommer oft für wohltuenden Schattenwurf dankbar. Den können an der Fassade auf natürliche Weise auskragende Elemente schaffen, das sind z. B. Markisen oder Balkonplatten. „Nicht nur zum Ausspannen am Feierabend auch für das Wohlfühlprogramm der eigenen vier Wände bieten sich Balkone auf den Südseiten der Häuser an. Denn die Balkonplatten kühlen die darunter liegenden Wände durch ihren Schattenwurf“, erläutert Lange.

Gebäudehülle als Ganzes betrachten

Das Beispiel des Schattenwurfs zeigt: Bei der Planung von Fenstern und Türen gilt es, stets die Gebäudehülle insgesamt zu berücksichtigen. Es empfiehlt sich zudem eine integrale Planung. Hinter dem sich technisch anhörenden Begriff verbirgt sich ein ganzheitlicher Ansatz: Fenster werden mit dynamischen Eigenschaften ausgestattet. Dazu gehören auch Elemente zur komfortablen Bedienung wie automatisch betriebener Sonnenschutz. „Gerade angesichts immer höherer Temperaturen im Sommer zahlen sich die Vorteile aus. Der Bedarf an Kühlenergie für Klimaanlagen lässt sich durch automatisierten Sonnenschutz im Haus stark reduzieren“, erklärt Fensterexperte Lange.

Eine gute Planung macht es je nach Lage des Hauses sogar möglich, auf Klimaanlagen mit ihrem häufig beträchtlichen Strombedarf zu verzichten. Im Idealfall können Gebäude so ausgerichtet werden, dass sie auch in längeren Hitzeperioden ohne Klimaanlage auskommen. Dazu muss eine gute Nachtauskühlung im Sommer gewährleistet sein. Dafür wiederum sind automatisierte Fenstersysteme das Mittel der Wahl. Hierfür erfassen Sensoren die Raumtemperatur, CO2-Werte und Luftqualität und regulieren dementsprechend die Öffnung der Fenster. „So ist immer für das richtige Maß an Sauerstoff und frischer Luft gesorgt“, betont VFF-Geschäftsführer Lange.

Raumnutzung im Fokus

Nicht nur das Haus als Ganzes, auch den Zweck einzelner Räume gilt es gut vorab zu bedenken. „Ob für Nachtruhe oder das Heim-Büro, gerade im Arbeits- und Schlafzimmer will man es ruhig haben. Schallschutzfenster garantieren, dass störende Geräusche draußen bleiben“, sagt Lange. Neben der Lage und Ausrichtung der Fenster ist auch an deren Öffnungsart zu denken. In Küche und Bad verwenden Bauherren gerne Dreh-Kipp-Fenster mit einer Festverglasung, durch die sich die Fensterbänke als Stellfläche nutzen lassen, während man den oberen Teil zum Lüften öffnet. Bei großformatigen Fenstern kommen entweder 2-flüglige Fenster ohne festen Mittelpfosten oder Schiebekonstruktionen zum Einsatz. „Je größer und schwerer der Fensterflügel wird, umso eher sollte dieser als Schiebeflügel ausgeführt werden. Diese sind bedienerfreundlich und können sehr elegant wirken“, sagt Fensterexperte Lange. Der Trend zu schönen, großen Fenstern hat viele Vorteile, denn Tageslicht und Lüftung sind wichtig für Gesundheit und Wohlempfinden. Auf die richtige Planung kommt es an, um darüber hinaus die solaren Gewinne richtig nutzen zu können.

Quelle: Verband Fenster + Fassade / Delia Roscher

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