Quelle: DEUTSCHE ROCKWOOL

Energieberatung bei Sanierung

Qualifizierte Energieberatung schützt vor erheblichen Kosten

Vor dem Hintergrund des Klimawandels muss die energetische Sanierung des Gebäudebestands noch verstärkt vorangetrieben und entsprechende Anreize durch die Politik gesetzt werden. Qualifizierte Energieberatung ist ein wichtiger Teilaspekt im Hinblick auf die Investitionssumme von Bauherr*innen.

Viele Eigentümer haben schon umfangreich investiert, um die Umwelt zu entlasten. Sanierungsmaßnahmen müssen jedoch ganzheitlich geplant und sorgfältig durchgeführt werden. Corinna Merzyn, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Privater Bauherren, betont: „Umso wichtiger ist es, wirklich qualifizierte Energieberater zu finden und zu beauftragen, denn es geht immer um erhebliche Summen, die die Eigentümer investieren sollen. Im schlimmsten Fall sogar um teure Bauschäden, wenn die Sanierung nicht so geplant und ausgeführt wird, wie sie wirklich sinnvoll ist. Daneben ist es für Bauherren auch von großer Bedeutung, dass die Energieberatung auch realistische Annahmen über das zur Verfügung stehende Budget zugrunde legt. Eine Unterteilung der Maßnahmen in wirtschaftlich leistbare und gleichzeitig auch technisch sinnvolle und risikolose Schritte ist dabei das A und O.“

Die richtige Beratungsvariante

Thomas Weber, Energieberater und Bausachverständiger im VPB-Regionalbüro Fulda, rät deshalb, sich zunächst über die Varianten der Energieberatung informieren zu lassen: „Eigentümer können zwischen zwei Beratungsvarianten wählen. Ob wir ihnen die Gesamtsanierung als Ganzes zu einem KfW-Effizienzhaus darstellen sollen oder wie das Gebäude schrittweise über einen längeren Zeitraum durch aufeinander abgestimmte Maßnahmen umfassend energetisch saniert und der Primärenergiebedarf so weit wie möglich gesenkt werden kann. Die Eigentümer können damit die Sanierung ihrer individuellen Lebens- und Finanzsituation entsprechend gestalten.“

Einsparungen statt Baumängel

Experte Weber weist darauf hin, wie bedeutend eine ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes ist: „Vernünftige Energieberater betrachten das gesamte Gebäude – denn es ist wichtig, dass alle Energiesparmaßnahmen aufeinander abgestimmt sind und zum Gebäude passen. Sonst holt man sich statt der gewünschten Einsparung schwere Baumängel ins Haus. Es ist nicht damit getan, etwa einfach nur neue Fenster einzusetzen. Im Gegenteil: Gerade diese Maßnahme kann unter Umständen Feuchteschäden nach sich ziehen und damit den gefürchteten Schimmel. Gerade bei der Gebäudedämmung muss auf alle Details wie Dachsparren, Sockel sowie die Klingelanlage, die Außenleuchten und Wasserhähne geachtet werden – sonst drohen Wärmebrücken“, warnt VPB-Verbraucherschützer Thomas Weber. Der VPB rät daher, bei der Wahl des Energieberaters darauf zu achten, nicht nur einen in allen Gewerken versierten Berater oder eine Beraterin zu finden, sondern auch unabhängige Experten, die nicht am Verkauf bestimmter Maßnahmen oder Produkte interessiert sind.

Quelle: Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) / Delia Roscher

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