Quelle: DEUTSCHE ROCKWOOL

Broschüre für VHF

Praxisorientierter Handlungsleitfaden für Vorgehängte Hinterlüftete Fassaden

Wie sich die Qualität einer VHF beurteilen und welche Toleranzen zulässig sind, erklärt die neue Broschüre. Foto: FVHF e.V.

Der FVHF e.V. hat eine neue Broschüre über Vorgehängte Hinterlüftete Fassaden (VHF) veröffentlicht. Diese gibt Bauherren, Planer*innen und Verarbeitende wertvolle Hilfestellungen.

Fassaden beeinflussen maßgeblich die Qualität eines Gebäudes – neben dem gestalterischen Wert ist die technische Ausführung ein wesentliches Kriterium zur Beurteilung des Bauteils, das die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenraum markiert. Die neue Leitlinie „Beurteilungsmethodik und Toleranzen von Vorgehängten Hinterlüfteten Fassaden (VHF)“ des Fachverbandes Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V.  (FVHF) legt den Rahmen für VHF-spezifische und teilweise nicht in Normen und Vorschriften geregelte Toleranzen fest. Beurteilt wird unter gebrauchsüblichen Bedingungen und mit der Berücksichtigung, dass es sich bei der VHF um eine unter Baustellenbedingungen handwerklich erstellte Bauleistung handelt.

Zur Bewertung der Qualität der Fassadenausführung stellt zum Beispiel die „Oswald-Matrix“ den Grad der optischen Beeinträchtigung die Gewichtung des optischen Erscheinungsbildes gegenüber. Hier kann die Bedeutung des Merkmals für die Gebrauchstauglichkeit mit „sehr wichtig“ bis „unwichtig“ gewertet und der Grad der optischen Beeinträchtigung von „sehr stark“ bis „geringfügig“ zugeordnet werden. So lässt sich klar ablesen, ob es sich bei dem optischen Mangel um eine Bagatelle, eine hinnehmbare oder nicht hinnehmbare Beeinträchtigung handelt.

Auch zu den zulässigen Farbtoleranzen und zur Oberflächenqualität hält die FVHF-Leitlinie bewährte Beurteilungsmethoden bereit. Maßabweichungen lassen sich im Bauprozess nie ganz vermeiden. Die DIN 18202:2019-07 regelt, welche Toleranzen zulässig sind. Diese gelten auch für die VHF und müssen bereits in der Ausführungsplanung berücksichtigt werden. Wie genau die Begriffe zur Bewertung der Abweichungen definiert und die Grenzwerte interpretiert werden, fasst die FVHF-Leitlinie im zweiten Teil zusammen. In übersichtlichen Tabellen und Matrizes sowie Detailzeichnungen werden die Grenzwerte für Maß-, Winkel- und Ebenheitsabweichungen veranschaulicht. Zusätzliche Toleranzanforderungen gelten bei sichtbaren Befestigungselementen sowie bei der Planung von Fugenbreite und Fugenversatz. In Fällen besonderer Anforderungen an die Fugen als Gestaltungselement sind vor Bauausführung beispielsweise Fugentoleranzen und ggf. alternative Toleranzausgleichsvarianten zu vereinbaren.

Eine Auflistung der normativen Bezüge und ein Literaturverzeichnis vervollständigen die technische Druckschrift, die von der FVHF-Projektgruppe, unter Leitung von Technikvorstand Georg Stauber, verfasst wurde. Gegen eine Schutzgebühr von 9,95 Euro kann die FVHF-Leitlinie per E-Mail an info@fvhf.de bestellt werden.

Quelle: Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V.  / Delia Roscher

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