Auszeichnung für energieeffiziente Gebäude

Niedersachsen verleiht 500. Grüne Hausnummer

Die Grüne Hausnummer der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen findet immer weitere Verbreitung. Über 500 Häuser tragen inzwischen die Auszeichnung für besonders energieeffizientes Sanieren und Bauen. Die 500. Hausnummer wurde an Familie Priesett aus Bad Münder verliehen.

Die Auszeichnung können Eigentümer von Wohngebäuden erhalten, die ihre Häuser über den gesetzlich vorgeschriebenen Standard hinaus energiesparend saniert oder gebaut haben. Der Niedersächsische Umweltminister Olaf Lies zeigt sich erfreut über den Erfolg: "Dass wir in Niedersachsen schon die 500. Grüne Hausnummer vergeben können zeigt, dass klimafreundliches Bauen und Sanieren weiter attraktiv ist. Nicht nur mit Neubauten kann ein hohes energetisches Niveau erreicht werden, das zeigen die vielen guten Sanierungsbeispiele. Gerade beim Thema Heizen gibt es in deutschen Haushalten noch viele Möglichkeiten, Energie einzusparen - damit leisten die Bauherren einen großen Beitrag für den Klimaschutz."

Die Grüne Hausnummer wird von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) jeweils gemeinsam mit örtlichen Partnern seit rund drei Jahren vergeben. Inzwischen gibt es die Auszeichnung in 18 Landkreisen und Städten. Das Weserbergland war in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Familie Priesett aus Bad Münder hat sich bei ihrem örtlichen Ansprechpartner, der Klimaschutzagentur Weserbergland, mit ihrem besonders energieeffizienten Neubau aus dem Jahr 2017 beworben. Sie waren damit die 500. erfolgreichen Bewerber.

Das Haus der Priesetts wird mit einer Wärmepumpe beheizt, deren Stromversorgung zum größten Teil die eigene Solaranlage übernimmt. "Uns war es wichtig jetzt zu handeln und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten", erklären die Priesetts ihre Motivation. "Darum wollten wir beim Bau des Hauses den höchsten KfW-Effizienzstandard "40 Plus" erreichen. Unser Haus erzeugt ungefähr dreimal so viel Energie wie wir verbrauchen. Strom ist unser einziger Energieträger, kein Gas, kein Öl, kein Schornstein. Dadurch, dass wir den übrigen Strom ins Netz einspeisen, haben wir quasi negative Energiekosten. So war dieses hocheffiziente Haus für uns in der Summe nicht teurer als wenn wir konventionell gebaut hätten. Und es macht Spaß darin zu wohnen," so das Ehepaar.

KEAN-Geschäftsführer Lothar Nolte über die Entwicklung der Grünen Hausnummer: "Seit Beginn der Kampagne waren wir immer wieder überwältigt von der guten Resonanz und der Begeisterung, mit der Hauseigentümer, die wirklich tolle Projekte umgesetzt haben, von ihren Erfahrungen berichten und damit andere motivieren. Wir sind zuversichtlich, dass im nächsten Jahr noch mehr Regionen in Niedersachsen dabei sein werden." Auch der Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland Tobias Timm freute sich über den guten Start der Aktion im Weserbergland und versprach: "Nächstes Jahr sind wir wieder dabei." Bis zur tausendsten Nummer wird es dann nicht mehr lange dauern, sind sich beide einig.

Drei herausragende Sanierung und ein Neubau werden jährlich noch einmal besonders geehrt. Die Jury berät sich dazu heute, Preisverleihung ist im November. Quelle: KEAN / pgl

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