Quelle: DEUTSCHE ROCKWOOL

Zertifizierung

Neues Label klima.sicher.bauen

Das Logo von klima.sicher.bauen. Foto: ift Rosenheim

Übersicht des Bewertungssystems von klima.sicher.bauen. Foto: ift Rosenheim

Klimaanpassung und Klimaschutz berücksichtigt die neue Zertifizierung „klima.sicher.bauen“ für Fenster, Türen und Fassadenprodukte. Sie erleichtert für Planer*innen, Architekt*innen, Bauleute und Handel die Auswahl geeigneter Baustoffe und Bauelemente. Die Einführung der Zertifizierung ist noch für dieses Jahr geplant.

Auf den Gebäudebereich entfallen in Deutschland rund 40 Prozent des Klimagas-Ausstoßes. Fortschritte beim klimafreundlichen Bauen und Wohnen sind daher ein großer Hebel für mehr Umwelt- und Klimaschutz. Hier setzt das neue Label „klima.sicher.bauen“ an. Das neue Siegel, entwickelt vom ift Rosenheim, kennzeichnet und bewertet Bauprodukte in zweierlei Hinsicht: Zum einen wird der mit dem Produkt zusammenhängende Energie- und Ressourcenverbrauch bewertet. Zum anderen geht es um Eigenschaften bezüglich der Verbesserung der Klimaresilienz von Gebäuden, also der Widerstandsfähigkeit z. B. gegen Überschwemmungen, Hitzewellen oder Stürmen.

Buchstaben- und Farbskala

Die Bewertung der Produkte erfolgt einfach und übersichtlich anhand eines „Klima-Score“, der von A bis E reicht. Diese Skala kennen Verbraucher*innen auch von anderen Produkten und erleichtert so die schnelle Orientierung. Ein „A“ steht bei klima.sicher.bauen für die beste Bewertung. Aber auch eine „C“ kennzeichnet bereits ein Produkt, das über dem Durchschnitt liegt und eine gute Basisqualität in Punkto Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Klimaresilienz besitzt. Das Label ist als EU-Gewährleistungsmarke eingetragen und erfüllt damit die hohen Anforderungen der „Green-Claims-Richtlinie“, mit der die EU strenge Vorschriften für umweltbezogene Angaben auf Produkten einführen will.

Produkt und Unternehmen im Blick

In die Bewertung bei klima.sicher.bauen gehen Produktdesign und -eigenschaften ebenso ein wie Dauerhaftigkeit und Reparierbarkeit. Zusätzlich wird untersucht, ob die Produkte gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe enthalten. Neben dem Produkt muss sich auch das Herstellerunternehmen des Bauprodukts einer Bewertung unterziehen. Dabei spielen unterschiedliche Kriterien eine Rolle, von der Unternehmensphilosophie in Sachen Nachhaltigkeit, über den Energieverbrauch und Anstrengungen zur Einsparung von Ressourcen wie Wasser und Verpackungen, bis hin zur Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen (THG) wie Kohlendioxid.

Entwickelt wurde klima.sicher.bauen vom ift Rosenheim in enger Abstimmung mit der RAL-Gütegemeinschaft für Fenster, Fassaden und Haustüren. „Die hohen Qualitätsanforderungen, die an RAL geprüfte Produkte und Unternehmen gestellt werden, bieten gute Voraussetzung für die Zertifizierung „klima.sicher.bauen“, erklärt Frank Lange, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Fenster, Fassaden und Haustüren e. V. und ergänzt: „Denn viele Kriterien erfüllen gütegesicherte Betriebe bereits im Rahmen der RAL Gütesicherung z. B. in punkto Qualität und Sicherheit. Daher ist das neue Label „klima.sicher. bauen“ eine interessante Option gerade für gütegesicherte Unternehmen, die Zukunftsthemen Nachhaltigkeit, CO2-Neutralität und Klimasicherheit am Markt für Planer, Bauherren und Immobilien sichtbar zu machen.“

Beim energetischen Sanieren auf den Weg machen

Für die Fenster und Fassaden-Branche ist Klimaschutz im Gebäudebereich ein Kernanliegen. Denn mit innovativen und klimasicheren Produkten, die zu mehr Energieeffizienz und Ressourcenschonung beitragen, will die Branche einen maßgeblichen Beitrag dazu leisten, dass Deutschland seine Klimaschutz-Ziele im Gebäudesektor schafft. Angesichts einer zögerlichen Sanierung des Gebäudebestandes und geringer Neubauzahlen ist Deutschland davon aber gerade weit entfernt. „Immobilienbesitzer, die es noch nicht getan haben, sollten sich beim energetischen Sanieren jetzt auf den Weg machen. Jedes mit guten Fenstern und Türen sanierte Haus hilft, damit Deutschland besser wird beim Klimaschutz. Dabei wird auch das neue Label klima.sicher.bauen nach seiner Einführung in den Markt helfen“, betont Lange.

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