Denkmalgeschütztes Fachwerkhaus bekommt Innendämmung

Mineralisches System sorgt für gutes Klima

Verkleben der diffusionsoffenen Perlitedämmplatten mit einem mineralischen Mörtel. © Martin Baitinger/Sto

Für denkmalgeschützte Gebäude kommt eine Außendämmung in der Regel nicht in Frage. Bei der Modernisierung eines Fachwerkhauses in Gärtringen bei Stuttgart wurde deshalb eine mineralische Innendämmung angebracht.

Gute Energiekennwerte und gesundes Wohnklima im Einklang mit dem Denkmalschutz – diese Anforderungen wollte Malermeister Claus Schmid bei der Sanierung eines Fachwerkhauses in seiner Heimatstadt vereinen. Deshalb dämmte er von innen mit dem mineralischen System "StoTherm In Comfort" in Verbindung mit silikatischen und Kalk-Schlussbeschichtungen. Dieser Aufbau reguliert den Feuchtehaushalt im Gebäude. Feuchtespitzen in der Raumluft, auch im Bad, werden durch die Materialien gepuffert. Zugleich sinkt der Heizenergiebedarf auf ein modernes Niveau – und die schöne Fachwerkfassade bleibt erhalten.

Der Handwerker und seine Mitarbeiter verklebten die diffusionsoffenen Perlite-Dämmplatten mit dem Klebemörtel StoLevell In Mineral, um einen komplett mineralischen Aufbau zu erzielen. Die Innenwände verspachtelten sie mit StoLevell Calce RP und StoLevell Calce FS. Die auf Kalk basierenden Produkte dienen als Funktionsspachtelmasse oder Unterputz. Als Schlussbeschichtung kamen silikatische Innenfarben zum Einsatz.

Neben diesen Materialien gibt es auch spezielle Holzfaserplatten für die Innendämmung. Im Zusammenhang mit einem Lehmputz hat der Berliner Architekt Eike Roswag sie für die Sanierung eines Renaissancegebäudes in Wismar eingesetzt. Dabei wurde ein KfW-85-Standard erreicht. Durch die gute Feuchtepufferung der Materialien konnte auf eine Lüftung verzichtet werden, obwohl das Gebäude entsprechend dem KfW-Standard absolut dicht ist.

In dem Fachwerkhaus in Gärtringen ist heute eine pflegegerechte Wohngemeinschaft untergebracht. Das Haus bietet sechs Wohnplätze, dazu kommen ein gemeinsames Wohnzimmer und eine Wohnküche. Quelle: Sto / sue

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