Bei fehlender Dichtheit ist Nacharbeiten erstes Gebot

Luftlecks lieber sofort flicken

Bei der Luftdichte zahlt sich Sorgfalt aus. © Flib

Bei Luftlecks in der Gebäudehülle sollte man jede Fehlstelle nacharbeiten, auch wenn sie einem noch so klein erscheint. Solange dies vergleichsweise unaufwendig umzusetzen ist, sei dies die sicherste und in den meisten Fällen auch wirtschaftlichste Methode, hat der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen (Flib) aus Berlin ermittelt.

Seine Empfehlung stützt der Flib auf die Ergebnisse eines Forschungsprojekts zur Bewertung von Fehlstellen der Luftdichtheit, das er mit dem Aachener Institut für Bauschadensforschung und angewandte Bauphysik sowie dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik bearbeitet hat. Es wurde mit Mitteln der Forschungsinitiative Zukunft Bau gefördert.

In dem Projekt hatten sich Wissenschaftler mit Luftleckagen und deren Bewertung befasst. Ergebnis: Man braucht eine breite Informationsbasis, um belastbare Aussagen zum Risikopotenzial einer Fehlstelle treffen zu können. Das gilt für die Leckagen selbst, beispielsweise ihre Größe und Verteilung.

Doch auch weitere Faktoren wie das Gebäude insgesamt, seine Konstruktion oder Nutzung beeinflussen die möglichen Wirkungsweisen eines Luftlecks. Zum Zeitpunkt des Baus sei die Entscheidung darüber, ob sich eine Fehlstelle einmal als Problem erweisen könnte, sehr schwierig. Auch zuvor unauffällige Lecks könnten im Lauf der Zeit Schwierigkeiten machen. Konsequentes Nachbessern sei demgegenüber meist schnell erledigt und letztlich günstiger, sagt Flib-Geschäftsführer Oliver Solcher.

Der Fachverband wirbt seit Jahren für sauber ausgearbeitete Luftdichtheitskonzepte – also das sorgfältige Planen, Ausschreiben und Ausführen sämtlicher Details der luftdichten Ebene, ergänzt durch Eigenüberwachung durch die Handwerker und weitere Qualitätssicherungsmaßnahmen, wie baubegleitende Blower-Door-Tests. Quelle: Flib / sue

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