Quelle: DEUTSCHE ROCKWOOL

Einblasdämmung

Hohlräume füllen und Heizkosten sparen

„Hohlräume füllen“ heißt die Devise. Mit einem Einblasschlauch wird der Dämmstoff in Form von Flocken, Fasern oder als Granulat eingebracht. Foto: Climacell

Wärmeverluste von Wohngebäuden sollen möglichst minimiert werden – nicht nur im Hinblick auf steigende Heizkosten. Die Einblasdämmung stellt eine Lösung dar, die im Bestand schnell und günstig umzusetzen ist.

Das Energieinstitut Hessen hat errechnet, dass sich mit einer Einblasdämmung an Außenwänden, Dächern und Kellerdecken in Deutschland 59 Tonnen CO2 einsparen ließen. Das würde den Treibhausgas-Ausstoß aus der Raumheizung mit einem Schlag um 25 Prozent senken. Immobilienbesitzer können vor allem in finanzieller Hinsicht profitieren. Denn das Verfahren ist nicht aufwendig und entsprechend günstig. Für die Ausführung genügt oft ein Tag, manchmal ist alles sogar innerhalb weniger Stunden erledigt: Mit einem Einblasschlauch wird der Dämmstoff in Form von Flocken, Fasern oder als Granulat eingeblasen.

Dämmstoffe aus Cellulose

Das Ausgangsmaterial bildet Altpapier, das durch ausgeklügelte Techniken zu hochwertigen Dämmflocken aufbereitet wird. „Cellulose hat bei der Produktion von Dämmstoffen den mit Abstand niedrigsten Energiebedarf“, sagt Marcel Bailey, Geschäftsführer des CWA Cellulose Werk Angelbachtal in Baden-Württemberg. „Das macht sich auch bei den Materialkosten bemerkbar.“ Um einen U-Wert von niedrigen 0,14 W/(m2K) zu erzielen und damit in den Genuss staatlicher KfW-Förderungen zu kommen, fallen für Celluloseflocken pro Quadratmeter etwa neun Euro Materialkosten an. Das Material gewährleistet zudem einen guten Schall- und Brandschutz. Der Dämmstoff ist schwer entflammbar und entwickelt keine giftigen Rauchgase. Climacell Cellulosedämmung wird beim Brandverhalten von Baustoffen nach DIN EN 13501-1:2018 in die Klasse B-s2, d0 eingestuft.

Einblasdämmung mit 30 Anwendungen

Einblasdämmungen eignen sich grundsätzlich, um nicht genutzte Hohlräume zu füllen. Sie verteilen sich im Hohlraum bis in die letzte Ritze und bilden ein elastisches Gewebe mit einer hohen Dichte. Bis einschließlich der zweiten Etage ist für diese Arbeiten nicht einmal ein Gerüst nötig.  

Noch einfacher ist die Dämmung nicht begehbarer Dachböden. Dort werden die Cellulose-Dämmflocken lose über die oberste Geschossdecke verteilt. Ist ein Holzboden verlegt, werden Dielen angehoben oder einzelne Löcher gebohrt, um den Hohlraum darunter zu füllen. Eine Schicht von 28 Zentimetern genügt, um den Wärmedurchgangskoeffizienten auf 0,14 W/(m2K) zu senken. Auch dafür kann bei der KfW innerhalb der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ein Zuschuss von 20 Prozent beantragt werden.

Insgesamt eignet sich eine Einblasdämmung für mehr als 30 Anwendungen. Auch Hohlräume einer Holzbalkendecke, Kriechkeller, Sparrenzwischenräume von Dächern oder flach geneigte Dächer über Dachböden lassen sich so mit einfachen Mitteln energetisch sanieren. Marcel Bailey ist überzeugt: „Einblasdämmungen könnten zur Schlüsseltechnologie avancieren, um den weiter steigenden Energiepreisen schnell und wirkungsvoll zu begegnen.“

Quelle: Climacell / Delia Roscher

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