Wärmegewinnung durch Sonneneinstrahlung soll ins GEG

Fensterverbände eröffnen Repräsentanz in Berlin

Die neue „Repräsentanz Transparente Gebäudehülle“ hat in Berlin ihre Arbeit aufgenommen. Die Leitung der gemeinsamen Repräsentanz des Bundesverbands Flachglas (BF), der Industrievereinigung Rollladen, Sonnenschutz, Automation (IVRSA) und des Verbands Fenster und Fassade (VFF) übernimmt Thomas Drinkuth. Er hat bei der Deutschen Energie-Agentur als stellvertretender Leiter des Geschäftsbereichs Energieeffiziente Gebäude zahlreiche Projekte aufgebaut und unter anderem die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz geleitet.

Jochen Grönegräs, Hauptgeschäftsführer Bundesverband Flachglas, erklärt: „Mit der neuen Repräsentanz bauen die Glas- und Fenster- und Fassadenbranche zusammen mit ihren natürlichen Partnern Gebäudeautomation und Sonnenschutz erstmals einen gemeinsamen Standort in Berlin auf.“ Lars Rippstein, der Geschäftsführer der (IVRSA), konkretisiert: „Wirklich gute, zukunftsfähige Gebäudekonzepte müssen neben den Qualitäten von Glas und Fenstern natürlich auch die Chancen von Sonnenschutz sowie der Digitalisierung und der Automation nutzen.“ Und Frank Lange, Geschäftsführer des VFF, resümiert: „Wir wollen so die Kontakte zur Bundespolitik intensivieren und mit unseren Themen und Positionen noch besser gehört werden. Davon werden alle Branchen der Repräsentanz profitieren.“

„Der Nutzen moderner, automatisierter Gebäudehüllen für den Klimaschutz, für die Klimafolgenanpassung und für gesundes und komfortables Wohnen ist hoch. Aber bislang sind die Potenziale noch zu wenig bekannt. Das werden wir jetzt ändern“, kündigt Drinkuth seine Agenda an. „Wir werden der Politik Vorschläge für sinnvolle Verbesserungen im Bau- und Energierecht machen, sodass die positiven Effekte transparenter Gebäudehüllen besser berücksichtigt werden“. Ein erstes relevantes Thema sei eine bessere Berücksichtigung der Wärmegewinne durch Sonneneinstrahlung im Gebäudeenergiegesetz.

Außer den drei Verbänden tragen bisher die Unternehmen Somfy, Velux und Warema die Repräsentanz. Sie waren von Beginn an in die Entwicklung eingebunden und arbeiten kontinuierlich an den Strategien und Konzepten der Repräsentanz mit.

Themen rund um die Gebäudehülle bearbeitet auch der Bundesverband Gebäudehülle (Buveg). Dort verbleiben nun vor allem Unternehmen aus dem Bereich Dämmung, als Unternehmen aus dem Bereich Fenster ist nur noch Schüco dabei. Somfy und Velux waren im Buveg und unterstützen nun von die neuen Vertretung. Jan-Peter Hinrichs setzt auf Kooperation: „Wir sehen in der Repräsentanz eine weitere Stimme, die für mehr Gehör für fachspezifische Themen aus den Bereichen Fenster und Fassade sorgen kann und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.“ pgl

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