Verband Fenster und Fassade erklärt Rohstoffgewinnung ausgedienter Türen und Fenster

Fenster für den Umweltschutz recyclen

Von ausgedienten Fenstern und Türen wird das zurückgewonnene Kunststoff zu Granulat verarbeitet und für neue Produkte wiederverwendet.

Fenster und Türen bestehen neben Glas aus unterschiedlichen, angesichts endlicher Ressourcen sehr wertvollen Komponenten. All diese Stoffe lassen sich in einem nahezu geschlossenen Kreislauf durch spezielle Aufbereitungstechniken und -verfahren recyceln.

Da Kunststoffabfälle Jahr für Jahr zunehmen – laut Plastikatlas 2019 waren es rund 38 Kilogramm pro Kopf in Deutschland – ist es umso wichtiger, durch Recycling wertvolle Ressourcen zu schonen und die CO2-Belastung effektiv zu reduzieren. Somit können Kunststoff, Holz, Metall, Stahl, Aluminium, Gummi der ausgedienten Fenster und Türen nach der Modernisierung weiter genutzt werden. Um beispielsweise die einzelnen Bestandteile eines PVC-Fensters trennen und weiterverarbeiten zu können, müssen die Fenster zunächst in kleine Teile geschreddert werden. Durch Zentrifuge, Druckluft- und Rüttelsieb werden die Wertstoffe dann voneinander getrennt und sortiert. „Den Kunststoff zerkleinern wir anschließend in mehreren Arbeitsschritten auf Millimetergröße, sortieren und reinigen ihn, bevor wir ihn wieder einschmelzen. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Kunststoff-Granulat, das annähernd die gleichen technischen Eigenschaften wie Neumaterial aufweist“, erklärt Frank Lange, Geschäftsführer des Verbandes Fenster und Fassade (VFF).

Bei alten Holz- und Metallfenstern geht das Hauptmaterial einen anderen Recyclingweg. Laut dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist Holz ein CO2-neutraler Energieträger, weshalb er in Biomasse-Heizkraftwerken zur effizienten Energieerzeugung eingesetzt wird. Das Naturmaterial macht etwa zwei Drittel eines Fensters aus und gelangt durch spezialisierte Altholz-Verwertungsunternehmen in den Wertstoffkreislauf. „In den meisten Fällen wird das Holz alter Fenster, deren Lebenszyklus überschritten ist, der Verbrennung mit Energierückgewinnung zugeführt. Die Metallteile der Rahmen und Beschläge werden wie auch der Kunststoff zerkleinert, sortiert und eingeschmolzen“, erklärt Lange. Aus den so wiedergewonnenen Rohstoffen würden neue Fenster- und Türenbestandteile sowie Bauprofile produziert. Das Gleiche geschieht mit dem Aluminium alter Fenster und Türen: Nach dem Schreddern und der Trennung von anderen Materialien wird es zu Pressbolzen mit stofflicher Qualität geschmolzen.

Aus ausgedientem Fensterglas entsteht nach dem Einschmelzen entweder wieder Fensterglas oder wird zu anderen Glasprodukten verarbeitet. „Da der recycelte Kunststoff neues Granulat liefert, das Holz alter Fenster zur Energiegewinnung genutzt wird und auch die anderen Materialien wiederverwertet werden, ist das Recycling von Fenstern und Türen in nahezu geschlossenen Kreisläufen ein aktiver Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz“, sagt Lange abschließend. Quelle: VFF/ FS / al

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