Accelerator-Programm aufgelegt

Energiesprong soll schneller in die Breite kommen

Die Energiesprong-Idee kommt aus Holland. © Energiesprong

Die Initiative Energiesprong Deutschland will mit einem so genannten Accelerator-Programm die Entwicklung serieller Sanierungslösungen beschleunigen. Ziel ist es, bestehende Ansätze zu leistungsstarken, skalierbaren und kostengünstigen Lösungen weiterzuentwickeln.

So soll die steigende Nachfrage von Wohnungsunternehmen bedient werden, die neue, industrielle Sanierungslösungen suchen. Das Programm bietet Coachings durch internationale Energiesprong-Experten, mehrere Workshops und Pitch-Veranstaltungen mit Bau- und Wohnungswirtschaft sowie finanzielle Unterstützung von insgesamt bis zu 180.000 Euro – 36.000 Euro pro Bauunternehmen – an. Eine Baugenossenschaft in Hannover saniert bereits nach dem Energiesprong-Prinzip.

Bisher gibt es auf dem deutschen Markt noch keine skalierbaren seriellen Sanierungslösungen für Wohngebäude. Das Programm richtet sich daher an Generalübernehmer, also Unternehmen, die den Bauprozess komplett umsetzen. Ziel der Bewerber sollte sein, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und als Komplettanbieter eine Energiesprong-Lösung aus einer Hand anzubieten. Diese Lösung muss standardisierbar und skalierbar sein, Kostensenkungspotenzial bei wachsenden Stückzahlen bieten und mieterfreundlich umsetzbar sein. Die Lösung muss außerdem langfristig garantieren, dass die sanierten Gebäude im Jahresmittel so viel Energie erzeugen, wie sie für Heizung, Warmwasser und Haushaltsgeräte brauchen.

Weiterhin richtet sich das Programm an Komponentenhersteller, die vorgefertigte isolierte Fassaden, vorgefertigte isolierte Dächer mit Photovoltaik oder Plug-and-Play-Lösungen für die gesamte Anlagentechnik anbieten und bestehende Ansätze optimieren wollen. Unternehmen, die mehrere Bereiche abdecken, können sich auf mehrere Aufgabenbereiche bewerben.

Energiesprong wird weltweit durch Marktentwicklungsteams vorangetrieben, die auf Seiten der Wohnungswirtschaft die entsprechende Nachfrage schaffen und bündeln und die Bauwirtschaft unterstützen, Energiesprong-Lösungen anzubieten und kontinuierlich zu verbessern. Gleichzeitig setzen sie sich für optimale politische und finanzielle Rahmenbedingungen ein, um den Breitenmarkt anzustoßen. So soll eine Marktdynamik ausgelöst werden, die die Bauwirtschaft bewegt, in digitalisierte Vorfertigungssysteme für maßgeschneiderte, industrielle Sanierungslösungen zu investieren.

In Deutschland wird Energiesprong von der Dena koordiniert, finanziert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und unterstützt vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Die Umsetzung der Prototypen und das Innovationsprogramm werden über das EU-Programm Interreg NWE „Mustbe0“ gefördert. Quelle: Dena / pgl

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