Stadt sieht Gefahr für Leben und Gesundheit

Dämmung an Hochhäusern wird demontiert

An fünf Hochhäusern in Nürnberg wird derzeit die Dämmung demontiert. Die Gebäude wurden mit zementgebundenen Holzfaserplatten mit Styroporkern gedämmt. Das verstößt gegen Brandschutzvorschriften.

Unklar ist im Moment, ob bei den fünf Gebäuden mit knapp 400 Wohnungen bereits beim Bau im Jahr 1964 gegen geltendes Recht verstoßen wurde. Davon geht Daniel Ulrich, Planungs- und Baureferent der Stadt Nürnberg, aus. Das müssten aber Gerichte klären.

Seit Anfang der 50er Jahre sind in Bayern brennbare Stoffe als Dämmung der Fassade von Hochhäusern verboten. Für die Entfernung der Dämmung sei aber wenig relevant, ob deren Verwendung schon bei der Erstellung der Gebäude illegal war, so Ulrich. Auch wenn die Dämmung legal aufgebracht wäre, sei sie aus heutiger Sicht so kritisch, dass "akute Gefahr für Leben und Gesundheit" bestehe und sie entfernt werden müsse. Wurde sie gegen geltendes Recht aufgebracht, habe sie keinen Bestandsschutz und müsste ohnehin weg. Hauptproblem sei der Styroporkern, der, wenn er brennt, nicht mehr zu löschen sei, so Ulrich.

Wer für den Rückbau bezahlt ist derzeit noch unklar. 46 Wohnungen gehören der Vonovia, die anderen sind zum größeren Teil in Privatbesitz.

Zutage gefördert hatte den Verstoß gegen den Brandschutz eine Überprüfung aller Hochhäuser nach dem Brand des Grenfell Towers in London. Er gehe davon aus, dass in den meisten der Hochäuser der Stadt alles in Ordnung sei, so Ulrich. pgl

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