Bauen mit Holz wird populärer

Bauherren eines Strohhauses sichern sich Holzbaupreis

Innovatives Bauen mit Holz und anderen nachwachsenden Rohstoffen – dafür stehen die Gewinner des Bundeswettbewerbs "HolzbauPlus". Bundesministerin Julia Klöckner hat auf der Grünen Woche zehn Bauprojekte ausgezeichnet.

"Alle prämierten Bauprojekte zeigen: Bauen mit Holz ist angewandter Klimaschutz, Bauen mit Holz ist die Zukunft. Und genau das müssen wir stärker kommunizieren", sagte Klöckner bei der Preisverleihung.

Bereits zum vierten Mal hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den HolzbauPlus-Wettbewerb ausgelobt. Ziel ist es, zu einer breiteren Akzeptanz für das Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen beizutragen. Als Vorbilder für Planer und Bauherren könnten die prämierten Projekte Impulse geben, sagte Klöckner.

Der Baustoff Holz erlebt derzeit eine Renaissance: Während zu Beginn der 1990er-Jahre lediglich sechs Prozent der Ein- und Zweifamilienhäuser in Holzbauweise errichtet wurden, hat sich ihr Anteil in den vergangenen 25 Jahren auf rund 18 Prozent verdreifacht. Die Resonanz auf den Wettbewerb spiegelt diese Entwicklung wider. Insgesamt 137 Projekte wurden eingereicht. Aus den Einreichungen wählte eine vom BMEL berufene unabhängige Wettbewerbsjury unter dem Vorsitz des Architekten Frank Lattke die Preisträger aus. Sie erhalten ein Preisgeld von insgesamt 50.000 Euro.

Im Wohnungsbau ging der Preis Neubau Einfamilienhaus an das Einfamilienhaus in Stroh der Bauherren Stefanie Ganzmann und Daniel Müller in Baden-Württemberg. Beim Neubau Gebäudegruppen wurde das Projekt Altes Garmisch neu gelebt des Bauherren Vereins zum Erhalt des historischen Baulandschaft in Garmisch-Partenkirchen, Bayern prämiert.

In der Kategorie Bauen mit Bestand Einfamilienhaus ging die Auszeichnung an das Kienzlerhansenhof der Bauherren Anja Kluge und Ingolf Gössel, Baden-Württemberg. Beim Bauen im Bestand Mehrfamilienhaus wurde das Projekt Sudhaus auf der Alten Brauerei in Schwerin der Alte Brauerei GmbH & Co. KG in  Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet.

Beim öffentlichen Bauen gab es mit dem Projekt Hortgebäude Waldorfschule am Prenzlauer Berg der Freie Waldorfschule am Prenzlauer Berg, Berlin und dem Gemeindehaus Huchenfeld der  Evangelische Kirche Pforzheim in Baden-Württemberg zwei Preisträger. Quelle: Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe / pgl

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