Preisbereinigt wird ein Plus von 3 Prozent erwartet

Baugewerbe hebt Umsatzprognose an

Bauboom hält an. © EnBauSa.de

Der Hauptverband des Deutschen Baugewerbes hat die Umsatzprognose für 2019 angehoben. Nominal soll es ein Plus von 8,5 Prozent geben. Dabei wird 3 Prozent mehr gebaut, 5,5 Prozentpunkte des Wachstums sind auf Preissteigerungen zurückzuführen.

"Die gute Umsatzentwicklung liegt dabei nicht nur an den vergleichsweise milden Temperaturen in den Wintermonaten. Auch der April lag mit einem Umsatzplus von 15,7 Prozent deutlich über dem Niveau des Vorjahreswertes", kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel.

"Unsere Jahresprognose wird außerdem durch den weiterhin hohen Auftragseingang gestützt", ergänzte Babiel. Die Bauunternehmen hätten für April im Vorjahresvergleich ein Orderplus von nominal 12,7 Prozent gemeldet. Für den Zeitraum von Januar bis April ergebe sich damit ein Anstieg von nominal 13,9 Prozent. "Diese dynamische Entwicklung lässt deshalb keine andere Aussage zu, als dass eine Trendwende am Bau nach wie vor nicht in Sicht ist", so Babiel.

Zwar habe das Statistische Bundesamt für den April einen Rückgang des Auftragseingangs zum Vormonat von 1,7 Prozent und damit den vierten Rückgang des bereinigten Auftragseingangs in Folge verkündet. Dies trübe die Stimmung unter den Bauunternehmen jedoch keinesfalls ein. "Die Praxis auf der Baustelle zeigt: die Unternehmen bleiben weiterhin auf Wachstumskurs, auch wenn die theoretische, statistische Betrachtungsweise aufgrund des hohen Niveaus unserer konjunkturellen Situation temporär abweicht", so Babiel abschließend.

Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im April 2019 (saison- und kalenderbereinigt) um 1,7 Prozent niedriger als im März 2019. Dieser Rückgang ist laut der Statistiker allerdings auf das mittlerweile sehr hohe Auftragseingangsniveau, bedingt durch die besonders gute Entwicklung der letzten Berichtsmonate, zurückzuführen. Zwar sank das reale Volumen der saison- und kalenderbereinigten Auftragseingänge auch im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich von Februar bis April 2019 gegenüber November 2018 bis Januar 2019 um 6,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich war der kalenderbereinigte reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im April 2019 jedoch um 6,4 Prozent höher.

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lagen im April 2019 nominal mit rund 7,6 Milliarden Euro um 12,7 Prozent höher als im April 2018. Das war der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem April in Deutschland. Damit bleibt das Auftragseingangsvolumen den fünften Monat in Folge auf Rekordniveau: Seit Dezember 2018 wurden die höchsten jemals gemessenen Werte in den jeweiligen Berichtsmonaten erreicht. Im Vergleich zu den ersten vier Monaten 2018 stiegen die Auftragseingänge in den ersten vier Monaten 2019 nominal um 13,9 Prozent. Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie / pgl

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