Wiederverwertung reduziert Bauschutt

Baucycle gewinnt Nachhaltigkeitswettbewerb

Baucycle gewinnt DGNB Challlenge. © DGNB

Ein Forschungsprojekt zum Thema Baustoffrecycling, ein Start-up, das auf grünen Wasserstoff setzt, sowie ein Unternehmen, das Lasuren auf Leindotter-Basis entwickelt: Das sind die Sieger der diesjährigen Sustainability Challenge der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

In drei Kategorien hatten sich insgesamt 99 Projekte und Unternehmen mit ihren innovativen Ansätzen und Lösungen bei der DGNB Sustainability Challenge beworben. Nach einer Vorauswahl durch den Innovationsbeirat der DGNB traten neun Finalisten in Stuttgart gegeneinander an.

In der Kategorie „Forschung“ fiel die Wahl auf das Projekt Baucycle, das eine ganzheitliche Verwertungsstrategie für Bauschutt und dessen Feinfraktion erforscht. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Fraunhofer-Institute IBP, IML, Umsicht und IOSB. Bei dem innovativen Lösungsansatz für das Baustoffrecycling kann mittels eines optischen Sortierungsverfahrens auch heterogenes Bauschuttmaterial für hochwertige Produkte wiederverwendet werden. Damit wird der Anteil von Materialien, der auf Deponien landet, reduziert.

Green Hydrogen Esslingen konnte die DGNB Sustainability Challenge in der Kategorie „Start-up“ für sich entscheiden. Mit der Umsetzung und dem Betrieb einer Power-to-Gas-Anlage für grünen Wasserstoff ist das im März 2019 gegründete Unternehmen in die Realisierung eines klimaneutralen Stadtquartiers eingebunden. Damit trägt das Start-up zur Entwicklung von Alternativen für die Energieversorgung und zugleich zur Sektorkopplung von Gebäuden und Mobilität bei.

DAW heißt der Gewinner in der Kategorie „Innovation“. Ausgezeichnet wurde das Unternehmen für seine Holzöle und Lasuren auf Leindotter-Basis.

Gewinner setzen sich gegen sechs Konkurrenten durch

Neben den drei Preisträgern präsentierten sich bei der Endausscheidung in kurzen Impulsvorträgen und an einem eigenen Ausstellungsstand noch sechs weitere Kandidaten dem Publikum. Die anderen Finalisten in der Kategorie „Forschung“ waren das Gemeinschaftsprojekt „Agricultural Lighting Facade“ von der Technischen Universität München, dem Ingenieurbüro Hausladen und Barthelme LED Solutions sowie ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt von Arup, Mogu und Ardex, das sich mit der Nutzung des Bioverbundwerkstoffs Myzelium beschäftigt. Bei den Start-up-Unternehmen befanden sich noch die Online-Plattform materialrest24.de sowie vilisto mit ihrer selbstlernenden Heizkörpersteuerung unter den Bewerbern. In der Kategorie „Innovation“ zählten INTEWA sowie die strohlos Produktentwicklung zu den letzten drei.

Die Sustainability Challenge wird von der DGNB seit 2016 durchgeführt, in diesem Jahr allerdings zum ersten Mal in größerem Umfang mit drei Kategorien und eingebettet in den DGNB Tag der Nachhaltigkeit. Ziel der Sustainability Challenge ist es, innovative Projekte und Unternehmen aus dem Bereich des nachhaltigen Bauens aufzuspüren und ihnen eine Bühne zu bieten, um ihre Lösungen einem breiteren Publikum zu präsentieren. Quelle: DGNB / pgl

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