Herstellungskosten deutlich reduziert

Zukunftsfabrik senkt Kosten für zweiseitige PV-Module

Ein Forscherteam hat Herstellungsverfahren für doppelseitige PV-Module verbessert und die Kosten gesenkt.

In der Zukunftsfabrik der Innovationsallianz Photovoltaik können künftig bifaziale Solarmodule hergestellt werden. Sie fangen das Sonnenlicht von der Vorder- und Rückseite ein und steigern so die Sonnenernte. Durch neue Produktionstechnologien und optimierte Prozessschritte ist es gelungen, die Herstellungskosten dieser Solarfabriken der nächsten Generation pro Watt-Peak um 30 Prozent zu senken.

Drei Stellschrauben hat das Team dafür bewegt: Die Silizium-Solarzellen werden in den neuen Produktionsanlagen dotiert. Das erhöht den Wirkungsgrad, führte aber in der Vergangenheit zu unerwünscht hohen elektrischen Widerständen an den Kontaktfingern. Das ging auf Kosten der Leistung. Die Lösung: "Während die Solarzellen schwach dotiert werden, verstärken wir die Dotierung im Bereich der Kontakte. Dadurch erzielen wir einen hohen Wirkungsgrad in der Zelle, ohne dass der Widerstand an den Kontaktfingern spürbar zunimmt", so Projektkoordinator Jens Krümberg.

Eine weitere Verbesserung bringt die Rückseitenpassivierung. Die Schutzschicht wirft einen Teil des austretenden Lichts in die Zelle zurück, wo es zur Stromproduktion genutzt werden kann. Dank einer neuartigen Feinlinienmetallisierung setzt die FutureFab zudem auf extrem dünne Kontaktfinger. Je schmaler die Kontaktfinger, desto größer die Fläche der Solarzellen, auf der das Sonnenlicht eindringen kann. "Durch die Kombination der neuen Verfahren und durch einen optimierten Modulbauprozess wird Solarstrom künftig noch günstiger", sagt Krümberg.

Das Vorhaben hat 10,5 Millionen Euro gekostet und wurde zur Hälfte durch die Innovationsallianz Photovoltaik gefördert. Quelle: Innovationsallianz Photovoltaik / pgl

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