Prüfung ist dadurch nicht mehr von der Witterung abhängig

Simulation macht Kollektortests einfacher

Mit einem Sonnensimulator kann das Stuttgarter Institut für Thermodynamik und Wärmetechnik Solarkollektoren auch dann testen, wenn keine Sonne scheint.

Das Institut für Thermodynamik und Wärmetechnik (ITW) der Universität Stuttgart hat einen dynamischen Sonnensimulator in Betrieb genommen. Er überprüft die Leistung kompletter Solaranlagen im Innentest  und kann bei Forschungsarbeiten und Prüfungen die Strahlungsintensität dieser künstlichen Sonne computergesteuert regeln. Der Sonnensimulator besteht im Wesentlichen aus einem Lampenfeld und einem so genannten kalten Himmel und kann eine Fläche von etwa zehn Quadratmetern mit einem der Sonne sehr ähnlichen Spektrum bestrahlen. Die von der Prüffläche empfangene Strahlungsintensität von 100 bis 1.000 Watt pro Quadratmeter ist computergesteuert regelbar. Die hohe Innovationsdichte der deutschen und internationalen Solarthermiebranche führt zu einem steigenden Bedarf an Prüfungen von Kollektoren und Solaranlagen. Für die Realisierung möglichst kurzer Zyklen bei der Produktentwicklung ist es wichtig, dass diese Prüfungen zeitnah durchgeführt werden können. Das war bislang schwierig, da insbesondere im sonnenarmen Winterhalbjahr die Kapazitäten begrenzt waren. Der neue Innentest hat vor allem für die mittel- und nordeuropäischen Länder deutliche Vorteile, da dort aufgrund der geringen Solareinstrahlung im Winterhalbjahr eine Prüfung dieser Anlagen nicht möglich ist. Ein weiterer Vorteil ist die Reduktion der Prüfdauer. Die Prüfsequenzen können in einem dynamischen Sonnensimulator beliebig gesteuert werden, die Abhängigkeit von der Witterung reduziert sich. pgl

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