Bundesverband Solarwirtschaft widerspricht

Netzbetreiber: 2012 bis zu 4,4 Cent EEG-Umlage

Übergangsnetzbetreiber gehen von höherer EEG-Umlage aus. Bild: Aleo Solar

Die Höhe der künftigen EEG-Umlage ist weiter umstritten. Der Bundesverband Solarwirtschaft hat eine Studie erstellt, die von stabiler Umlage ausgeht. Die Übergangsnetzbetreiber sprechen von Steigerungen auf 4,4 Cent bis 2012.

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber erwarten für 2015 eine installierte Stromleistung von rund 86 Gigawatt (GW) aus erneuerbaren Energiequellen, wovon jeweils rund 39 GW auf Solar- und Windenergie entfallen. Übertragungsstromnetzbetreiber sind Dienstleister, die die Infrastruktur der überregionalen Netze betreiben, für Instandhaltung und Dimensionierung sorgen und Stromhändlern diskriminierungsfrei Zugang zu diesen Netzen gewähren. Es sind die Eon-Tochter TenneT, die zu Vattenfall gehörende Elia, der RWE-Ableger Amprion sowie die EnBW Transportnetze.

Die vier Unternehmen geben in der Veröffentlichung zur Einspeisung aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) Prognosen zur Entwicklung für die nächsten fünf Jahre ab. Dazu gehören Daten zu der installierten Leistung, der eingespeisten Jahresarbeit, den Einspeisevergütungen sowie des Letztverbraucherabsatzes.

Bei einer prognostizierten Jahresarbeit von 117,6 Terawattstunden nach Abzug der Direktvermarktung wird 2015 eine Einspeisevergütung von mehr als 21 Milliarden Euro an die Anlagenbetreiber zu zahlen sein. Erstmalig wird von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern auch die realistische Bandbreite der EEG-Umlage des übernächsten Jahres (2012) prognostiziert. Diese liegt voraussichtlich zwischen 3,4 und 4,4 Cent pro Kilowattstunde.

Diese Zahlen widersprechen einer Studie, die Roland Berger für den Bundesverband Solarwirtschaft erstellt hat. Die Umlage für Solarstrom könne auf rund 2 Cent je Kilowattstunde begrenzt werden, so die Aussage dieser Erhebung. Sie war in die Kritik geraten, da sie von einem schnelleren Ausstieg aus der Atomkraft und insgesamt geringerem Stromangebot und damit höheren Preisen ausgeht. Die Umlage werde durch einen erwarteten Zubau von 8 beziehungsweise 6 Gigawatt bei Solaranlagen 2010 und 2011 getrieben, schätzt der BSW. Ab 2012 sei aber "ein Einschwingen auf einen Zubau von etwa 3 bis 5 Gigawatt pro Jahr zu erwarten". pgl

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