Möhrstedt: Ausbau von 6 Gigawatt für Wettbewerbsfähigkeit nötig

IBC Solar gegen Pläne zur Einspeisevergütung

Einspeisevergütung: In der Solarbranche regt sich Widerspruch gegen den Kompromiss, den der Bundesverband Solarwirtschaft ausgehandelt hat.

Die Solarbranche reagiert uneinheitlich auf den Vorstoß ihres Spitzenverbands, eine schnellere Absenkung der Einspeisevergütung bei schnellem Zubau in diesem Jahr zu ermöglichen. Das hatte der Bundesverband Solarwirtschaft gemeinsam mit Umweltminister Norbert Röttgen vereinbart.

"Der Kompromiss zwischen dem Bundesverband Solarwirtschaft und dem Bundesumweltminister, die Vergütung zusätzlich zur bestehenden Vorgabe des EEG nochmals Mitte des Jahres in Abhängigkeit des Zubaus abzusenken, geht aus unserer Sicht an dem ursprünglichen Ziel des EEG vorbei, die Energieversorgung möglichst schnell umzusteuern", sagte Udo Möhrstedt, Vositzender von IBC Solar. Potenzielle Anlagenbetreiber zeigen sich zunehmend verunsichert darüber, dass die Politik laufend in ein bestehendes Gesetz eingreift.

Bereits im vergangenen Jahr habe es wegen der zusätzlichen Absenkung zum 1. Juli eine totale Verzerrung der Nachfrage mit dem Effekt gegeben, dass Module und Wechselrichter im 1. Halbjahr nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung standen, argumentiert IBC Solar. Er beobachte momentan "eine deutliche Kaufzurückhaltung", erklärte Möhrstedt weiter.

Eine Deckelung des Ausbaus, der ebenfalls in der Diskussion war ist im jetzigen Vorschlag für 2011 nicht enthalten. IBC spricht sich für einen Zubau von mindestens 6 Gigawatt pro Jahr aus. Nur eine ausreichend hohe Nachfrage werde deutschen produzierenden Firmen die Möglichkeit geben, ihren Marktanteil zu halten. bba

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