Nutzung solarer Wärme aus der Fassade soll architektonisch attraktiver werden

Streifenkollektor und Jalousie sammeln Sonne

Christoph Maurer, Teamleiter am ISE zeigt die solarthermische Jalousie. © P. Grund-Ludwig

Mit Anwendungen von so genannten Heatpipes, dünnen Vakuumröhren, in einem Streifenkollektor und in Jalousien wollen Forscherteams des Fraunhofer-Instituts für Solarenergie die Nutzung solarer Wärme an Fassaden architektonisch attraktiver machen.

"Architekten wollen mehr Gestaltungsspielraum und nicht nur dunkle, flache Kollektoren", erklärt Christoph Maurer, der auf der Bau in München erste Produkte zeigte, die im Rahmen des Forschungsprojekts Arkol entstehen.

Die Streifenkollektoren sind in der Länge variabel und können flexibel angebracht und vor allem auch mit beliebigen Materialien kombiniert werden. Sie können in allen gewünschten Ausrichtungen angebracht werden. Der Sammler ist ein Kondensator, der formschlüssig in einen Sammelkanal greift. Das erlaubt auch einen flexiblen Abstand zwischen den einzelnen Heatpipes. Durch die Verwendung stranggepresster Heatpipes erwartet das Entwicklerteam eine kostengünstige Realisierung.

Eine zweite Idee, die im Projekt weiterentwickelt wird sind solarthermische Jalousien. Die Heatpipes sind in die Lamellen integriert, die Jalousie selbst ist zwischen zwei Glasscheiben integriert. Die solare Wärme wird über einen seitlichen Sammelkanal abtransportiert. Das habe zwei Vorteile, erklärt Teamleiter Christoph Maurer: Der Abtransport der Wärme aus den Gläsern reduziert die Kühllast, und die Wärme aus den Gläsern lässt sich für den Warmwasserbedarf nutzen. Durch die schaltbare Anbindung an den seitlichen Kanal lässt sich die Jalousie wie gewohnt drehen oder raffen. pgl

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