Helmholtz-Forscher erhalten Preis für neues Verfahren

Dünnschicht-Module umweltverträglicher herstellen

Dünnschicht-Solarzellen lassen sich umweltverträglicher mit einem Verfahren des Helmholtz-Zentrum Berlin herstellen. Dafür haben die Forscher einen Preis erhalten.

Mit einem Verfahren zur umweltverträglichen Herstellung von Dünnschicht-Solarzellen gehören Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrum Berlin zu den vier German Hightech Champions im Wettbewerb der Fraunhofer-Gesellschaft. Das Team um Professor Christian-Herbert Fischer ist auf der Clean Technology Conference & Expo in Boston für sein patentiertes Ion Layer Gas Reaction-Verfahren ausgezeichnet worden. Dort haben die Forscher Gelegenheit, ihr Verfahren zur Herstellung von Dünnschicht-Solarzellen interessierten Unternehmen vorzustellen und mit ihnen Kontakte zu knüpfen. Außerdem hat das Team ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro für die Reise in die USA erhalten um die Präsentation zielgruppengerecht aufzubereiten.  Bei CIS-Dünnfilm-Solarmodulen werden Halbleiter eingesetzt - meist Kupfer-Verbindungen -, um aus Sonnenlicht Strom zu gewinnen. Diese lassen sich in extrem dünnen Schichten auf Glas oder auf flexible Unterlagen wie Folie abscheiden. Für alle Komponenten dieser Vielschicht-Systeme existieren technologisch günstige Produktionsprozesse - außer für die so genannte Puffer-Lage. Das Standard-Material für diese Schicht ist das giftige Cadmium-Sulfid. Die Berliner ersetzen es durch Indiumsulfid oder Zinksulfid/Indiumsulfid. Mit dem Verfahren lassen sich Halbleiterschichten für Dünnschicht-Solarzellen in standardisierten Prozessen herstellen. Für die so hergestellten Solarzellen melden sie bis zu 16,4 Prozent Effizienz. In einer deutschen Fotovoltaik-Firma ist eine Pilot-Produktionslinie erfolgreich in Betrieb. pgl

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