Deutsches Einspeisegesetz dient als Vorbild

Briten führen Einspeisevergütung für Biostrom ein

Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien gibt es seit April 2010 auch in Großbritannien. Vorbild für die Abrechnung ist das deutsche EEG. Auch ein Wärmegesetz soll kommen.

In Großbritannien gibt es seit April 2010 eine Einspeisevergütung für Strom aus regenerativen Energien. Die Förderung adressiert vor allem Privathaushalte. Sie erhalten diese für Strom aus Wind, Fotovoltaik, Wasser oder Biogas. Bezahlt wird bei Netzeinspeisung oder Eigenverbrauch für Anlagen bis zu einer Größe von 5 Megawatt. Die Tarife sind an den Einzelhandelspreisindex gebunden und so gestaltet, dass eine Rendite von bis zu 8 Prozent möglich ist. Die Netzregulierungsbehörde Ofgem überwacht das Vergütungssystem. Für die Auszahlung an die Kunden sind die Stromkonzerne verantwortlich.

Nach einer Beispielrechnung des britischen Ministeriums für Energie und Klimaschutz könnte ein durchschnittlicher Haushalt durch die Installation einer Fotovoltaikanlage mit einer Leistung von 2,5 Kilowatt rund 1.000 Euro im Jahr erhalten. Gleichzeitig würde sich die Stromrechnung um weitere 150 Euro verringern. Unternehmen und Gemeinden können ebenfalls von der Vergütung profitieren, wenn sie entsprechende Anlagen installieren. Malcolm Scott, Direktor der britischen Wirtschaftsförderung UK Trade and Investment in Deutschland, betont, dass für deutsche Unternehmen "insbesondere aus der Solar- und Windenergiebranche ein interessanter Markt mit viel Potenzial" entstehe.

Zusätzlich zu der Einspeisevergütung für Strom soll ab April 2011 auch die Wärmegewinnung aus erneuerbaren Quellen gefördert werden. Geplant ist ein Prämiensystem unter anderem für Biomasse und Erdwärme. pgl

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