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Kleinwindkraftanlagen

Kleinwindkraftanlage
Das Interesse an Kleinwindkraftanlagen wächst. © Bundesverband Windenergie

Kleinwindkraftanlagen sind in Deutschland deutlich weniger verbreitet als in Großbritannien oder den USA. Genaue Marktzahlen gibt es nicht, Schätzungen gehen von rund 10.000 Windkraftanlagen mit einer Leistung von unter 100 Kilowatt (kW) aus. So viele Anlagen kamen in den USA, dem größten Absatzmarkt und wichtigsten Hersteller alleine im Jahr 2009 neu hinzu. Insgesamt drehen sich dort dem amerikanischen Windenergieverband zufolge Kleinwindkrafträder mit einer Leistung von 100 Megawatt.

Angesichts steigender Strompreise und der Entscheidung, künftig mehr auf erneuerbare Energien zu setzen, nimmt das Interesse an Kleinwindkraftanlagen in Deutschland derzeit stark zu. Doch der Markt ist unübersichtlich und die Stromproduktion mit Windrädern deutlich komplizierter als etwa mit einer Fotovoltaikanlage. Ein Grund dafür ist, dass der Wind anders als die Sonne, nicht auf großen Flächen konstant weht. Auf einer Fläche von 100 Quadratmetern kann die Windausbeute an verschiedenen Standorten völlig unterschiedlich ausfallen. Gleiches gilt für unterschiedliche Höhen. Der Standortwahl kommt daher entscheidende Bedeutung zu.

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Definition Kleinwindkraftanlagen

Windanlagen werden üblicherweise anhand der maximalen Leistung ihrer elektrischen Generatoren klassifiziert. So spricht der Bundesverband Windenergie BWE bis zu einer Leistung von 100 kW von Kleinwindkraftanlagen. Zwar gibt es auch Ansätze, die die überstrichene Rotorfläche als Kriterium für die Klassifizierung heranziehen, für den Leistungsansatz spricht jedoch, dass sämtliche elektrischen Komponenten des Gesamtsystems nach der Maximalleistung dimensioniert werden müssen. Der BWE unterscheidet drei Leistungsklassen.

 

Erträge und Förderung von Kleinwindkraftanlagen

Strom, der mit Kleinwindkraftanlagen erzeugt wird, wird bei Einspeisung ins Netz aktuell, das heißt bei Inbetriebnahme 2012, mit 8,93 Cent je Kilowattstunde vergütet. Nach fünf Jahren sinkt der Vergütungssatz dann auf 4,87 Cent je Kilowattstunde. sowohl für die Anfangsvergütung als auch für die Grundvergütung gilt eine jährliche Degression von 1 Prozent. Wenn überhaupt, lohnt sich ein kleines Windrad zur Stromerzeugung daher nur, wenn der Großteil des produzierten Stroms selbst verbraucht werden kann.

Bis Ende 2011 wurden Inselanlagen, also Kleinwindkraftanlagen, deren Strom vom Betreiber komplett selbst verbraucht wird, so dass keine Netzeinspeisung erfolgt, im Rahmen des KfW-Programms 141 "Wohnraum modernisieren" gefördert. Dieses Programm ist jedoch am 31.12.2011 ausgelaufen. Dafür kann eine Kleinwindkraftanage nun im Rahmen der KfW-Programme 270/274 "Erneuerbare Energien - Standard" mit einem zinsgünstigen Kredit gefördert werden.

Ob sich eine Kleinwindkraftanlage wirtschaftlich betreiben lässt, hängt zum einen natürlich von den erzielbaren Stromerträgen ab, zum anderen von den Kosten. Für eine tragfähige Finanzierung sollten die Erträge möglichst realistisch geschätzt werden. Dafür ist es nötig, den Standort und die dort herrschenden Windbedingungen sehr genau zu kennen. 

Dem Experten Uwe Hallenga zufolge kann eine Kleinwindanlage mit 5 kW Nennleistung, 5 Metern Rotordurchmesser (entspricht 19,6 Quadratmeter überstrichener Rotorfläche) und 10 Metern Nabenhöhe bei einem bescheidenen Standort 2.500 kWh Strom im Jahr ernten, bei einem besseren Standort schon knapp 4.000 kWh und bei einem sehr guten Standort mit einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 5,5 Metern je Sekunde immerhin schon fast 6.000 kWh.

Unter www.windmonitor.de, einer Webseite des Fraunhofer-Instituts IWES, finden Sie unter dem Menüpunkt Service ein Excel-Werkzeug zur Ertragsschätzung für Kleinwindkraftanlagen. Dieses hilft, den zu erwartenden Ertrag zu schätzen.

Einen ersten kleinen Anhaltspunkt für die vorherrschende Windgeschwindigkeit gibt es beim Deutschen Wetterdienst. Seine Deutschlandkarte zeigt das Windpotenzial 10 Meter über dem Grund. Allerdings können diese Angaben wirklich nur ein erster Anhaltspunkt sein. Experten empfehlen im Rahmen der Entscheidungsfindung und Standortsuche dringend die Windmessung über einen längeren Zeitraum.

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