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Regeln der Technik für Fotovoltaikanlagen

Indachlösung von Roto
Bild: Roto

Die Mannheimer Versicherung hat 7 Regeln der Technik erarbeitet, an die sich Installateure bei der Errichtung von Fotovoltaikanlagen halten sollten. Werden diese Regeln beachtet, sind die Versicherungsbedingungen meist günstiger. Bauherren können sich dies bescheinigen lassen.

1. Dimensionierung des Montagesystems

Das Montagesystem der Fotovoltaikanlage muss in puncto Wind-und Schneelasten nach der allgemein gültigen DIN 1055 geprüft sein. Um dem im Bereich der Dachkanten höheren Windauftrieb Rechnung zu tragen, müssen die empfohlenen Abstände eingehalten und zusätzliche Befestigungspunkte im Randbereich angebracht werden. Darüber hinaus muss die vom Hersteller des Montagesystems empfohlene Anzahl an Dachhaken berücksichtigt werden.

2. Ausreichende Tragfähigkeit der Dachkonstruktion

Nicht nur die Stabilität der Unterkonstruktion der Fotovoltaikanlage ist entscheidend, sondern auch die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion, insbesondere bei Schneefall und hohen Windstärken.

3. Nachweis über die Standsicherheit bei Flachdachanlagen

Auch die Standsicherheit von nichtparallelen Solaranlagen ist ein Risiko. Um eine optimale Neigung zu erzielen, werden die Fotovoltaikmodule auf Flachdächern aufgeständert. Damit bieten sie aber auch eine höhere Angriffsfläche für Wind. "Die Erfahrung zeigt, dass mit dem Dach fest verankerte Fotovoltaikanlagen unproblematischer sind als die, die nur über das Eigengewicht der Unterkonstruktion gehalten werden", so die Versicherungen in ihren Regeln der Technik. Es sollte ein Prüfstatiker zu Rate gezogen werden.

4. Verwendung geeigneter Komponenten

Alle Fotovoltaik-Module müssen die Zertifikate IEC 61215 beziehungsweise IEC 61646 aufweisen. Weiterhin müssen die Schutzanforderungen der Schutzklasse II einhegalten werden. Sie müssen je nach Region auch auf Schneefall ausgelegt sein.

5. Blitz- und Überspannungsschutz

Ein wichtiger Faktor für die Qualität der Fotovoltaikanlage ist ein zusätzlicher Überspannungsschutz außerhalb des Wechselrichters. Jede Fotovoltaik-Anlage sollte außerdem im Schutzbereich eines Blitzschutzsystems liegen.

ARD-Reportage: Feuerwehr unter Strom

 

6. Montage des Wechselrichters

"Fotovoltaik-Wechselrichter sind häufig unterdimensioniert", schreibt die Versicherung. Die Folge seien hohe Kosten durch Ersatz. Bei der Montage ist auf ausreichende Be- und Entlüftung zu achten.

7. Diebstahl

Fotovoltaikmodule sind auch bei der Montage auf Dächern diebstahlgefährdet. Dazu sollten die Errichter entsprechende Konzepte überlegen. Eine Sicherung kann beispielsweise durch einen Reißdraht, ein akustisches Signal oder einen Bewegungsmelder erfolgen.

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