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Aktuelle Einspeisevergütung für Solarstrom

Geldscheine
Die im Errichtungsmonat geltenden Vergütungssätze werden für 20 Jahre garantiert. © B. Baumann

Die Einspeisevergütung für Solarstrom hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verringert. Seit 2009 unterliegt sie einer Degression, deren Höhe davon abhängt, wieviele neue Anlagen beziehungsweise wieviel Solarstrom-Leistung in einem bestimmten Zeitraum zugebaut worden ist. Die Senkung der Vergütungssätze erfolgt monatlich. Die im Errichtungsmonat geltenden Vergütungssätze werden dann jeweils für 20 Jahre garantiert.

Neben der monatlichen Absenkung hat die Abstufung nach Leistungsklassen die Berechnung der garantierten Einspeisevergütung für eine Fotovoltaik-Anlage schwerer gemacht. Denn bei Anlagen, die mehrere Leistungsstufen überschreiten, muss die Einspeisevergütung rechnerisch anteilig berechnet werden. Ein Beispiel: Für eine 30 kWp-Anlage gilt:

  • 30 kW entsprechen 100 Prozent
  • 10 kW entsprechen 33,33 Prozent
  • 20 kW entsprechen 66,66 Prozent
     
Somit gilt für die Vergütung im Juli 2013:
0,3333*15,07 + 0,6666*14,30 = 14,56 ct/kWh
oder: (10*15,07 + 20*14,30)/30 = 14,56 ct/kWh.


Laut dem Kompromiss zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes EEG aus dem Jahr 2012 ist eine konstante Absenkung der Vergütungssätze für Solarstrom um jeweils ein Prozent vorgesehen. Die Einspeisevergütung wird zusätzlich abgesenkt, wenn sich der Zubau oberhalb des im EEG festgelegten Korridors von 2.500 bis 3.500 MW pro Jahr bewegt. Die Absenkung erfolgt dabei stufenweise je nach Höhe der Überschreitung. Eine Unterschreitung des Zubaukorridors führt dagegen zu einer geringeren Absenkung beziehungsweise Beibehaltung der Vergütung.

Die neue Einspeisevergütung wird von der Bundesnetzagentur ermittelt und jeweils am Ende eines Quartals für das jeweilige Folgequartal bekannt gegeben. Die offizielle Veröffentlichung erfolgt im Bundesanzeiger.

 

Einspeisevergütung für Strom aus PV-Anlagen

VergütungDez 13 Jan 14Feb 14Mär 14Apr 14
Degression1,4%1,4%1,0%1,0%1,0%
ct/kWhct/kWhct/kWhct/kWhct/kWh
Gebäude < 10 kW
100%13,8813,6813,5513,4113,28
Gebäude 10 - 40 kW (90% ab 2014)
100%13,1712,9812,8512,7212,60
Gebäude 40 - 1.000 kW (90% ab 2014)
100%11,7411,5811,4611,3511,23
Gebäude 1 MW - 10 MW
100%09,6109,4709,3809,2809,19
Freiflächen < 10 MW
100%09,6109,4709,3809,2809,19

Marktintegrationsmodell: Galgenfrist für Anlagen aus 2012

Bei Anlagen mit einer Leistung zwischen 10 und 1.000 kWp werden ab 2014 nur noch 90 Prozent des eingespeisten Solarstroms vergütet. Das gilt für alle Anlagen, die ab dem 1. April 2012 in Betrieb genommen wurden.

Im Gegensatz zum Vergütungssatz für Dachanlagen, wird das Marktintegrationsmodell nicht anteilig berechnet, sondern gilt jeweils für die gesamte Strommenge der betroffenen Anlagen. Die unvergütete Strommenge kann selbst verbraucht, direkt vermarktet oder dem Netzbetreiber zum Verkauf an der Börse angedient werden. Der Eigenver­brauchsbonus entfällt.

 

 

Steuertipps zur Einspeisevergütung

Mann am Laptop
Bei der Kleinunternehmerregelung fällt keine Umsatzsteuer an. © iStock/EnBauSa.de

Die Einnahmen aus der Einspeisung von Strom aus Fotovoltaik in das öffentliche Netz sind einkommensteuerpflichtig. Der private Betreiber muss diese in seiner Steuererklärung angeben. Liegt der Gewinn jährlich bei unter 50.000 Euro, reicht eine Einnahme-Überschuss-Rechnung.

Ausgaben, die durch den Betrieb der Anlage entstehen, sind Werbungskosten. Dazu zählen beispielsweise die laufenden Betriebskosten der Anlage, die Kosten für die Wartung oder Reparatur, Finanzierungs- und Versicherungskosten sowie die Kosten für eine Stromzählermiete und die Anschaffungskosten. Die Anschaffungskosten können die Nutzer über 20 Jahren abschreiben.

Für die Einnahmen aus der Stromeinspeisung fällt Umsatzsteuer an, sofern ein Betreiber sich nicht für die sogenannte Kleinunternehmerregelung entscheidet. Diese greift, wenn der Umsatz bei neu in Betrieb genommenen Anlagen jährlich unter 17.500 Euro liegt. Betreiber von Fotovoltaik-Anlagen müssen dann beim Finanzamt beantragen, dass die Kleinunternehmerregel angewendet wird. Auch der Netzbetreiber muss es wissen, damit er die Einspeisevergütung ohne die Umsatzsteuer berechnet und auszahlt.

Ein Vorteil der Kleinunternehmerregelung sind weniger Formalien. Die Anforderungen an Rechnungen sind geringer, außerdem muss er nicht monatlich Umsatzsteuer abrechnen. Allerdings können Kleinunternehmer, die Fotovoltaik-Anlagen betreiben, keine Vorsteuer abziehen.

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