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Aktuelle Einspeisevergütung für Solarstrom

Geldscheine
Die im Errichtungsmonat geltenden Vergütungssätze werden für 20 Jahre garantiert. © B. Baumann

Die Einspeisevergütung für Solarstrom hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verringert. 2009 wurde eine Degression eigeführt, deren Höhe davon abhing, wieviele neue Anlagen beziehungsweise wieviel Solarstrom-Leistung in einem bestimmten Zeitraum zugebaut worden war. Die Senkung der Vergütungssätze erfolgte monatlich. Die im Errichtungsmonat geltenden Vergütungssätze wurden dann jeweils für 20 Jahre garantiert.

Mit dem Inkrafttreten des neuen EEG 2014 am 1. August 2014 gibt es diese für 20 Jahre geltende Einspeisevergütung nur noch für Kleinanlagen. Bis zum 1. Januar 2016 gelten als solche Kleinanlagen alle seit dem 1. August 2014 neu installierten Fotovoltaik-Anlagen mit einer maximalen Leistung von 500 kWp, ab dem 1. Januar sinkt die Kleinanlagengrenze auf 100 kWp. Sind die Anlagen größer, müssen die Betreiber den produzierten Solarstrom direkt vermarkten.

Betreiber von Fotovoltaikanlagen auf Ein-und Mehrfamilienhäusern können daher auch in Zukunft mit einer Einspeisevergütung rechnen, denn diese Anlagen sind in der Regel deutlich kleiner als 100 kWp. Die genaue Förderhöhe zum Inbetriebnahme-Zeitpunkt ist wie bisher abhängig vom PV-Zubau in den Vormonaten, sinkt also Monat für Monat.

Grundsätzlich ist ab dem 1. August 2014 eine konstante Absenkung der Vergütungssätze für Solarstrom um jeweils 0,5 Prozent vorgesehen. Vorher betrug die Basisdegression 1 Prozent. Die Einspeisevergütung wird zusätzlich abgesenkt, wenn sich der Zubau oberhalb des im EEG festgelegten Korridors von 2.400 bis 2.600 MW pro Jahr bewegt. Die Absenkung erfolgt dabei stufenweise je nach Höhe der Überschreitung. Eine Unterschreitung des Zubaukorridors führt dagegen zu einer geringeren Absenkung beziehungsweise Beibehaltung der Vergütung.

Die neue Einspeisevergütung wird von der Bundesnetzagentur ermittelt und jeweils am Ende eines Quartals für das jeweilige Folgequartal bekannt gegeben. Die offizielle Veröffentlichung erfolgt im Bundesanzeiger.

Neben der monatlichen Absenkung macht die Abstufung nach Leistungsklassen die Berechnung der garantierten Einspeisevergütung für eine Fotovoltaik-Anlage kompliziert. Denn bei Anlagen, die mehrere Leistungsstufen überschreiten, muss die Einspeisevergütung rechnerisch anteilig berechnet werden. Ein Beispiel: Für eine 40 kWp-Anlage gilt:

  • 40 kW entsprechen 100 Prozent
  • 10 kW entsprechen 25 Prozent
  • 20 kW entsprechen 75 Prozent

Somit gilt für die Vergütung im August 2014:

0,25*12,75 + 0,75*12,4 = 12,49 ct/kWh
oder: (10*12,75 + 30*12,4)/40 = 12,49 ct/kWh.

 

Einspeisevergütung für Strom aus PV-Anlagen

Einspeisevergütungen im Überblick
Grafik: BSW Solar

 

Marktintegrationsmodell gilt nur noch für wenige Anlagen

Im Zuge der Novellierung des EEG 2014 hat der Gesetzgeber das sogenannte Marktintegrationsmodell gestrichen, bei dem Dachanlagen größer 10 bis einschließlich 1.000 kWp nur für 90 Prozent der erzeugten Strommenge eine Verütung erhalten. Neuanlagen bis 100 kWp werden also in Zukunft weiterhin 100 Prozent der erzeugten Strommenge vergütet. Das gilt jedoch nur für Neuanlagen, die ab dem 1. August 2014 errichtet werden.

Für Anlagen, die vom 1. April 2012 bis zum 31. Juli 2014 in Betrieb genommen wurden, gilt das Marktintegrationsmodell jedoch weiterhin.

Im Gegensatz zum Vergütungssatz für Dachanlagen, wird das Marktintegrationsmodell nicht anteilig berechnet, sondern gilt jeweils für die gesamte Strommenge der betroffenen Anlagen. Die unvergütete Strommenge kann selbst verbraucht, direkt vermarktet oder dem Netzbetreiber zum Verkauf an der Börse angedient werden.

 

 

Steuertipps zur Einspeisevergütung

Mann am Laptop
Bei der Kleinunternehmerregelung fällt keine Umsatzsteuer an. © iStock/EnBauSa.de

Die Einnahmen aus der Einspeisung von Strom aus Fotovoltaik in das öffentliche Netz sind einkommensteuerpflichtig. Der private Betreiber muss diese in seiner Steuererklärung angeben. Liegt der Gewinn jährlich bei unter 50.000 Euro, reicht eine Einnahme-Überschuss-Rechnung.

Ausgaben, die durch den Betrieb der Anlage entstehen, sind Werbungskosten. Dazu zählen beispielsweise die laufenden Betriebskosten der Anlage, die Kosten für die Wartung oder Reparatur, Finanzierungs- und Versicherungskosten sowie die Kosten für eine Stromzählermiete und die Anschaffungskosten. Die Anschaffungskosten können die Nutzer über 20 Jahren abschreiben.

Für die Einnahmen aus der Stromeinspeisung fällt Umsatzsteuer an, sofern ein Betreiber sich nicht für die sogenannte Kleinunternehmerregelung entscheidet. Diese greift, wenn der Umsatz bei neu in Betrieb genommenen Anlagen jährlich unter 17.500 Euro liegt. Betreiber von Fotovoltaik-Anlagen müssen dann beim Finanzamt beantragen, dass die Kleinunternehmerregel angewendet wird. Auch der Netzbetreiber muss es wissen, damit er die Einspeisevergütung ohne die Umsatzsteuer berechnet und auszahlt.

Ein Vorteil der Kleinunternehmerregelung sind weniger Formalien. Die Anforderungen an Rechnungen sind geringer, außerdem muss er nicht monatlich Umsatzsteuer abrechnen. Allerdings können Kleinunternehmer, die Fotovoltaik-Anlagen betreiben, keine Vorsteuer abziehen.

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