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Speicher für Solarstrom

Batteriespeicher für Solarstrom auf der Intersolar
Batteriespeicher für Solarstrom stoßen auf Messen auf großes Interesse. © SMA

Seit einigen Jahren werden Speicherlösungen für Solarstrom offensiver vermarktet. Der Grund: durch sinkende Einspeisevergütung und steigende Strompreise ist es attraktiver geworden, den Strom selbst zu verbrauchen anstatt ihn ins Netz einzuspeisen. Das Streben nach Energie-Autarkie, die Furcht vor noch höheren Strompreisen und die Hoffnung, langfristig Geld zu sparen tun ein übriges. Ist die Rentabilität die Motivation für die Anschaffung eines Batteriespeicher, sollte man aber mit spitzem Bleistift rechnen. Trotz mittlerweile vorhandener KfW-Förderung für Speicher von Solarstrom ist die Rentabilität kaum gegeben.

 

Derzeit sind Batterien, oder besser gesagt Akkus, denn die Speicher lassen sich wieder aufladen, auf Basis von Blei- oder Lithium-Ionen-Technologie auf dem Markt. Blei-Batterien sind immer noch deutlich billiger, zirka zwei Drittel der verkauften Systeme sind deshalb derzeit Blei-Akkus. Sie halten aber nicht so viele Ladezyklen aus. Ein Ladezyklus beschreibt den Vorgang einer Be- und Entladung. Je mehr Ladezyklen ein Akku aushält, desto länger ist seine Lebensdauer. Bei Lithium-Ionen Akkus sind laut Angaben der Hersteller zirka 7.000 Vollzyklen üblich, bei Blei-Akkus kann als Richtschnur eine Zahl zwischen 3.000 und 3.500 Vollzyklen gelten. Ihr Nachteil: Sie gasen aus. Bei gängigen geschlossenen Blei-Gel-Batterien ist dies aber nicht mehr so stark der Fall wie bei Blei-Säure-Akkus. Sie müssen aber in offenen Räumen aufgestellt werden.

Die meisten Anbieter von Batteriespeichern bieten mittlerweile nicht nur die Speicher selbst, sondern komplette Lösungen zum Energiemanagement an. Das erste Ziel ist dabei eine optimale und flexible Balance von Einspeisung und Eigenverbrauch. Das ist auch den Förderrichtlinien für Batteriespeicher geschuldet. Die gibt es nur für PV-Anlagen, die nicht mehr als 60 Prozent der maximalen Leistung einspeisen. Alles andere muss in den Speicher.

 

Speicher gibt es in beliebigen Größen, beginnend bei Anlagen mit 2 kWh bis zu über 30 kWh. Je höher der für die Netzeinspeisung erzielte Ertrag, desto geringer die Motivation, in Batterien zu investieren. Je höher die Strompreise, desto schneller lohnen sich die Anlagen.

Für ein Speichersystem mit ausreichend Ladezyklen für einen durchschnittlichen Privathaushalt mit einer 5 kWp-PV-Anlage muss man derzeit mit Kosten in Höhe von mindestens etwa 12.000 Euro plus Mehrwertsteuer und Installation rechnen. Wenn man über die Anschaffung eines Batteriespeichers nachdenkt, sollte man Anfangsinvestitionen den Ersparnissen für den Strombezug über die Lebensdauer der Speicher gegenüberstellen.

Dazu sind zwei Faktoren wichtig: die Lebensdauer der Speicher und die Entwicklung der Strompreise. Die Lebensdauer von Batterien liegt derzeit bei zirka 10 Jahren. Mit welchen Strompreissteigerungen mittelfristig zu rechnen ist lässt sich kaum sagen. Manche Hersteller von Speichern gehen von ihren Rentabilitätsberechnungen von 6 Prozent aus. Das dürfte aber eher hoch gegriffen sein. Unsicherheiten ergeben sich unter anderem dadurch, dass der Preis zu einem großen Teil aus Steuern und Abgaben besteht.

Wichtig ist außerdem die Unterschied zwischen DC-Systemen und AC-Systemen. DC steht für Gleichstrom, AC für Wechselstrom. Bei DC-Systemen ist die Batterie zwischen einem Gleichstromwandler und dem eigentlichen Wechselrichter angeschlossen. Das erhöht die Stromausbeute.

Bei einem AC-System ist die Batterie über einen separaten Gleichstromwandler und Wechselrichter in das System eingebunden. Da der Strom bei dieser Art der Einbindung sowohl beim Einspeisen als auch bei der Abgabe an die Verbraucher durch den Batterie-Wechselrichter geht, sind die Verluste höher. Die Einbindung in bestehende Anlagen ist aber einfacher.

Wichtig bei der Installation eines Speichers kann auch ein Lastprofil sein. Es gibt Hinweise darauf, wann wie viel Strom im Haus oder Betrieb benötigt wird und optimiert die Be- und Entladezyklen des Speichers.

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