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Vermieter sollen für Kollektoren gewonnen werden

Werbekampagne für Solarthermie startet

25.02.2010, 06:39

Bundesumweltministerium, der Bundesindustrieverband Haus-, Energie- und Umwelttechnik und der Bundesverband Solarwirtschaft starten eine Informationsoffensive zum Thema Solarthermie. Sie richtet sich vor allem an Vermieter, die halten sich bislang noch mit der Installation der Anlagen zurück.

"Förderprogramme und gesetzliche Rahmenbedingungen machen die Installation einer Solarwärmeanlage auf Mehrfamilienhäusern für Vermieter attraktiv", so die Organisationen zum Start der Kampagne. Ein Hausbesitzer, der sich jetzt entschliesse, auf einem Mehrfamiliendach Sonnenkollektoren zu installieren, bekomme bis zu 30 Prozent der Investitionskosten vom Staat, sagen sie. Die Anschaffungskosten können über einen Zeitraum von zehn Jahren anteilig steuermindernd von der persönlichen Einkommenssteuer abgesetzt werden.

Rund die Hälfte aller Wohneinheiten befindet sich in Mehrfamilienhäusern, aber nur wenige private Kleinvermieter haben bisher Sonnenkollektoren aufs Dach montieren lassen. Vermieter wüssten zu wenig über die Vorteile von Solarwärme und die staatlichen Förderprogramme, so die Initiatoren der Kampagne. So haben Vermieter die Möglichkeit, die jährliche Kaltmiete um bis zu elf Prozent der Anschaffungskosten zu erhöhen. Mieter sparen durch das solar erzeugte Warmwasser und solare Raumwärme Heizkosten. "Bislang werden in Deutschland im Gegensatz zu Österreich nur wenige große solarthermische Anlagen realisiert. Das liegt auch daran, dass sich viele Vermieter noch nicht mit den Vorteilen von Solarwärme auseinandergesetzt haben", erklärt Cornelia Viertl, Referentin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Auch die Sächsische Energieagentur wirbt derzeit verstärkt für solare Wärme und bietet eine Informationsbroschüre an.

Eines der Haupthindernisse für Solarthermie ist allerdings die Rentabilität. In der Regel ist keine 100-prozentige Wärmeversorgung mit Solarthermie möglich, deshalb müssen die Investitionen zusätzlich zu einer weiteren Heizquelle erfolgen. Zudem werden die Investitionen meist im Rahmen der Sanierung einer Heizungsanlage vorgenommen. Das macht zwar aus Sicht der Energieeinsparung und der CO2-Bilanz Sinn, mindert aber die Rentabilität. Bei einem geringerem Energieverbrauch der neuen Heizung sind auch die Einsparpotentiale durch solare Wärme geringer. pgl

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