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Luvside installiert zwei Pilotanlagen seines Vertikalläufers

Vertikale Kleinwindanlage bringt mehr Leistung

08.01.2016, 07:29

Grüner Luvside-Rotor
Dank Leichtbauweise und intelligenter Strömungsführung arbeitet der Luvside-Rotor effizienter als andere Vertikalläufer. © Luvside

Die innovativen vertikalen Kleinwindkrafträder von Luvside bringen dem Hersteller zufolge bis zu 25 Prozent mehr Leistung als herkömmliche Savonius-Geometrien. Bisher gab es die Anlagen mit innovativem Rotorkonzept mit einer Leistung von 1 KW. Jetzt hat der erst 2014 gegründete Anbieter in Lübeck und Stuttgart zwei Kleinwindanlagen mit einer Nennleistung von jeweils 2 KW in Betrieb genommen. Mit der neu konzipierten Anlagengröße richte man sich vor allem an gewerbliche Nutzer, die bei ihrer Kaufentscheidung neben Aspekten der Energiegewinnung auch solche wie Design und Innovationskraft zugrunde legen, so das Unternehmen.

Vertikale Kleinwindkraftanlagen gelten als weniger effizient, weil immer nur ein kleiner Teil des Rotors optimal zum Wind steht. Außerdem muss der im Windschatten liegende Teil gegen den Wind wieder nach vorne bewegt werden. Das innovative Konzept der Luvside-Vertikalläufer basiert auf einem speziellen Savonius-Rotor mit Vorflügel und markanter Helixform. Zusätzlich wird durch die gezielte Materialauswahl eine Ultra-Leichtbau-Weise im Rotor erreicht. Für das innovative Rotorkonzept wurde Luvside auf der Hannover Messe 2015 in der Kategorie Energie und Umwelt als einer der "Besten des Industriepreis 2015 der Initiative Mittelstand" ausgezeichnet.

Die Stadtwerke Lübeck sind der erste Kunde in Norddeutschland. "Limegreen" wie Elemente des Neubaus in Passivhausstandard, der zu Europas modernsten Verwaltungsgebäuden in Holzbauweise zählt, steht der Savonius-Rotor mit seiner markanten Helixform auf einem Mast vor dem Haupteingang des Gebäudes. Die Kleinwindenergieanlage trägt dazu bei, dass das Passivhaus-Holz-Gebäude schon heute nahezu so viel Energie erzeugt, wie seine Nutzer verbrauchen. In Stuttgart erntet die Anlage den Stauwind an einer Gebäudekante.

Bei beiden Projekten handelt es sich noch um Prototypen, die zeigen sollen, dass das Rotorkonzept sich nicht nur für Privathaushalte mit 1 KW-Anlagen eignet, sondern in seiner Nennleistung skalierbar ist. Derzeit liegen die Fertigungskosten einer Luvside-Turbine noch so hoch, das es keine kurzfristige Amortisation durch Stromeinspeisung geben kann, denn jeder Rotor ist ein handgefertigtes Einzelstück. Sobald sich aber die entsprechende Nachfrage einstellt und die Fertigungstechnik von einer Manufaktur hin zur Serienfertigung umgestellt werden kann, werden sich dem Anbieter zufolge auch die Produktionskosten enorm verringern. Luvside rechnet mit einer Reduktion der Kosten um bis zu 75 Prozent.

Konventionelle vertikale Savonius-Rotoren haben meistens ein relativ hohes Eigengewicht und einen geringeren Wirkungsgrad als große Horizontalräder. Um diese gravierenden Nachteile zu eliminieren, ging die Luvside GmbH bei der Entwicklung ihres Rotors ganz neue Wege. Der Luvside-Rotor folgt zwar der klassischen Savonius-Form, verfügt aber über eine innovative Rotorgeometrie mit markanten Vorflügeln. Dank intelligenter Strömungsführung werden störende Verwirbelungen vermieden und so die Schwachpunkte in Sachen Effizienz minimiert. Den Gewichtsnachteil vieler anderer Rotoren gleicht Luvside durch Ultra-Leichtbau-Weise mit faserverstärktem Hochleistungskunststoff und Aluminiumteilen aus. Dadurch erzielt der Rotor deutliche Vorteile im Anlaufverhalten – auch und gerade bei schwachen Winden. Eine maßgeschneiderte Steuerungselektronik, die präzise auf den Niederdrehzahl-Generator aus deutscher Fertigung abgestimmt ist, regelt das optimale Zusammenspiel von Windkraft, Drehzahl und Stromabnahme. Um einen direkten Kraftschluss vom Windrad zum Generator herzustellen und die Anzahl der Bauteile zu reduzieren, wird dieser direkt in den Fuß integriert. Quelle: IWR online / sth

 

 

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