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Umlage belastet Verbraucher unangemessen

Verbraucherverband gegen EEG-Umlage für Eigenverbrauch

12.02.2014, 06:20

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) spricht sich gegen die geplante Einführung einer Mindestumlage auf eigenverbrauchten Strom aus Solar- und KWK-Anlagen aus. Sie belaste den Eigenverbrauch in ungerechtfertigter Weise und gefährde dessen Wirtschaftlichkeit.

"Verbraucher, die ihren eigenen Strom erzeugen, tragen entscheidend zur Energiewende bei. Das darf nicht leichtfertig abgewürgt werden", sagt Holger Krawinkel, Leiter des Geschäfts Verbraucherpolitik beim vzbv. Die erhoffte Entlastung für die übrigen Verbraucherinnen und Verbraucher sei zudem minimal. Wie aus dem Eckpunktepapier zur anstehenden EEG-Reform hervorgeht, soll künftig der gesamte Eigenverbrauch von Strom mit einer Mindestumlage belastet werden.

Auch der vzbv setze sich für eine gerechte Kostenverteilung ein, so der Verband. Eine Belastung des erneuerbaren Eigenverbrauchs sei aber der falsche Ansatz, zudem dürfe nicht übersehen werden, dass der Eigenverbrauch aus erneuerbaren Energien gerade erst am Anfang seiner Entwicklung steht. Entsprechend gering sei der Einfluss auf die Höhe der EEG-Umlage. Nach Berechnungen des vzbv bringt die geplante Umlage auf solaren Eigenverbrauch bis zum Jahr 2018 lediglich eine Entlastung von 75 Cent pro Haushalt und Jahr.

Der Eigenverbrauch von Strom wird angesichts steigender Strompreise und fallender Kosten für Solaranlagen und Batteriespeicher immer attraktiver. Der mittels Solaranlage erzeugte Strom wird dabei nicht mehr vollständig ins Netz eingespeist, sondern direkt vor Ort verbraucht oder für die spätere Nutzung zwischengespeichert.

Neben rein wirtschaftlichen Interessen spielt für viele Eigenverbraucher auch die höhere Unabhängigkeit von ihrem Stromversorger eine große Rolle. Wie hoch das Potenzial des privaten Eigenverbrauchs ist, belegen die Ergebnisse einer TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag des vzbv von August 2013. Demnach sind nur 28 Prozent der Verbraucher der Ansicht, Stromversorgung sei die Aufgabe der Stromkonzerne. Quelle: VZBV / pgl

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