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145.000 Solarthermie-Anlagen wurden 2012 neu installiert

Verbände erwarten mehr Nachfrage nach Solarthermie

28.02.2013, 07:50

Arbeiter bei der Montage eines Solarkollektors auf dem Dach
145.000 neue Solarthermie-Anlagen wurden 2012 installiert. © Junkers

2012 sind rund 145.000 Solarthermie-Anlagen neu installiert worden. 149.000 Anlagen waren es im Jahr 2011. Die Zahl der Anträge auf Zuschüsse des Bafa für Solarthermie ging 2012 auf 30.000 gegenüber mehr als 51.000 Anträgen im Jahr 2011 zurück, da die Förderkonditionen verändert wurden. Das hat jedoch anscheinend nicht zu einem Einbruch bei den installierten Systemen geführt.

Insgesamt werden nach Angaben des Bundesindustrieverbands Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) und des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) aktuell in Deutschland rund 1,8 Millionen Solarwärme-Anlagen betrieben. Damit hat sich ihr Bestand innerhalb von sechs Jahren annähernd verdoppelt (2006: 0,94 Millionen).

Für das Jahr 2013 erwarten beide Verbände eine steigende Nachfrage, vor allem aufgrund verbesserter Förderkonditionen. Die Installation einer Solarheizung inklusive eines neuen Heizkessels wird mit einem Zuschuss in Höhe von mindestens 2.000 Euro belohnt. Bei einer Kombination mit einer Pelletsheizung gibt es weitere Zuschüsse.

Ab Anfang März 2013 gibt es außerdem zusätzlich zinsgünstige Kredite der KfW, die mit den BAFA-Zuschüssen kombiniert werden können (Programm-Nr. 167).

Wichtig ist, zwischen der Förderung für Solarstrom über das Erneuerbare-Energien-Gesetz und der Förderung für Solarwärme zu unterscheiden. Die kontinuierlichen Förderkürzungen für Solarstrom haben nichts mit staatlichen Zuschüssen für den Einbau von Solarwärme-Anlagen zu tun.

Im Jahr 2012 wurden etwa 1,15 Millionen Quadratmeter Kollektorfläche neu aufgebaut. Die weit überwiegende Mehrheit der Systeme nutzt wie in den Vorjahren die Flachkollektor-Technik. Bei knapp einem Zehntel der Kollektorfläche (9,9 Prozent) kamen Röhrenkollektoren zum Einsatz. Im Bereich Solarthermie waren es 2012 nur noch etwas mehr als 30.000 Anträge gegenüber mehr als 51.000 im Vorjahr.

Beide Verbände betonen allerdings, dass der Solarthermie-Markt 2012 lediglich das Niveau des Jahres 2010 erreicht habe und damit deutlich unterhalb der Rekordwerte des Boomjahres 2008 liege. Vor allem ein kontinuierliches und haushaltsunabhängiges Förderinstrument fehle nach wie vor, um den dringend notwendigen forcierten Ausbau der Solarwärme zu erreichen. BDH und BSW-Solar fordern alle Parteien daher auf, endlich die notwendigen Rahmenbedingungen für einen Durchbruch der Erneuerbaren Wärme zu schaffen. Dies müsse unabhängig vom Wahlausgang eines der ersten Projekte der neuen Bundesregierung sein.

Während der Anteil Erneuerbarer Energien im Strommarkt inzwischen bei 25 Prozent liegt, liegt ihr Anteil am Wärmemarkt in Deutschland erst bei rund 11 Prozent. Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft / pgl

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