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Kyocera-Modul besteht erste Prüfungen

TÜV Rheinland testet Fotovoltaik-Module neun Monate

02.11.2010, 00:00

Fotovoltaik-Module
Fotovoltaik-Module sind zahlreichen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Bild: MHH Solartechnik

TÜV Rheinland hat eine neue Prüfmethode zur besseren Simulation langfristiger Betriebsbedingungen für Solarmodule entwickelt. Hintergrund ist, dass Hersteller vielfach eine Mindestleistungsfähigkeit der Module über bis zu 25 Jahren Lebensdauer versprechen. Die Normprüfungen zur Bauartzulassung nach DIN EN IEC 61215 sind jedoch nur darauf ausgelegt, eine prinzipielle Eignung zu bestätigen und Frühausfälle zu identifizieren. Die neue, rund neunmonatige Testsequenz für Fotovoltaik-Module sei darauf ausgerichtet, Solarmodule über die Normen hinaus zu belasten, berichtet TÜV Rheinland. 

Zu den Umwelteinflüssen, die sich auf die Leistungsfähigkeit von Solarmodulen auswirken, zählen stark schwankende Temperaturen, mechanische Belastungen etwa durch Wind, große Schneemengen oder Hagel, spezielle Umgebungsbedingungen wie Salznebel, Staub, Sand, Ammoniak oder anderweitige Belastungen und Luftfeuchtigkeit mit Regen, Tau oder Frost. Diese unvermeidlichen Faktoren führen möglicherweise zu einer Minderung der Modulqualität und können die erwartete Solarstrom-Ertragsleistung mit der Zeit erheblich verringern.

Die neunmonatige Stressprüfung im Labor simuliert diese belastenden Umwelteinflüsse. Die Prüfsequenz umfasst vier umfangreiche Teilkomponententests: Feuchte-Wärme-Prüfung, Temperaturwechselprüfung, Feuchte-Frost-Prüfung und Bypass-Dioden-Test. Bei der Komponente PLUS werden zusätzliche Plug-in-Tests wie UV-Bewitterung, Hot Spot Tests sowie Hagel- und mechanische Belastungstests hinzugefügt. Die einzelnen Testmodule müssen jede einzelne Sequenzprüfung nacheinander durchlaufen. Die Leistungsminderung wird nach jeder Prüfphase gemessen. TÜV Rheinland rechnet damit, dass nur eine begrenzte Anzahl an Produkten die strengen Kriterien der Prüfung erfüllen können wird.

Unterdessen meldet die Kyocera Corporation, dass ihr Solarmodul KD210GH-2PU als erstes Modul die Einzelprüfungen Feuchte-Wärme und Temperaturwechsel des neuen Langzeittests von TÜV Rheinland bestanden hat. Es sei bewiesen worden, dass das Niveau der Ausgangsleistung des Kyocera-Moduls durchgehend konstant bleibe. Zurzeit durchläuft das Kyocera-Modul die verbleibenden Einzelprüfungen. Im Dezember 2010 soll die Langzeittestreihe abgeschlossen sein. sth

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