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Warnung vor Akteuren die nur schnelle Kasse machen wollen

Tagung diskutiert Speicherung von Solarstrom

15.10.2012, 09:49

Beim ersten "Storage & Solar Briefing 2012" in Stuttgart stand der Austausch über technisch machbare und wirtschaftlich realisierbare Anwendungen für die Speicherung von Solarstrom für die Fotovoltaikbranche, im besonderen für Solaranlagen privater Endkunden, im Mittelpunkt.

"Es liegt an uns, diesen Markt richtig zu gestalten", gab Harm Haarlink, verantwortlich für das Business Development beim niederländischen Unternehmen Nedap Energy Systems, seinen Mitstreitern vom Podium aus mit auf den Weg. Die Schwierigkeiten der mangelnden Grundlastfähigkeit, die Diskussionen über die hohen Kosten von Solarstrom und die Problematik von tageszeitlichen und saisonalen Schwankungen in der Energieerzeugung brachte Gaetan Masson vom Europäischen Industrieverband EPIA auf den Punkt: "Solarstrom muss besser an den tatsächlichen Verbrauch in den einzelnen Ländern angepasst werden. Dafür brauchen wir wettbewerbsfähige Speicherlösungen noch in dieser Dekade."

Jörg Meyer, Geschäftsführer des Bundesverbands der Solarwirtschaft will ein Förderprogramm für Solarstromspeicher ab Anfang 2013 auf Bundesebene mit einem verlässlichen Budget über die nächsten vier Jahre. Er brachte dafür aus Berlin "positive Signale der Politik" mit.

Strittig ist innerhalb der Branche allerdings, wie die Unterstützung der Politik aussehen soll. Diskutiert wurden etwa gezielte Förderungen im Bereich der Forschung und Entwicklung, mögliche Einmal-Zahlungen an die Käufer von Solarspeicher und Aufschläge über ein System der Einspeisetarife. Haarlink warnte vor einer staatlichen Überregulierung und zog Parallelen zu vereinzelten Auswüchsen in der Fotovoltaik: "Wir müssen aufpassen, dass nicht zu viele Unternehmen auf den Markt drängen, die auf die Schnelle Kasse machen wollen. Solche 'Cowboys' haben wir bei manchen Modulproduzenten erlebt. Das Ziel muss ein stabiler und nachhaltiger Markt sein."

Einig waren sich alle Teilnehmer, dass Speicherlösungen für die Fortentwicklung des PV-Marktes von entscheidender Bedeutung sind. Auch die Notwendigkeit eines schnellen und verlässlichen Ausbaus des Speichermarktes wurde von der Mehrheit der Teilnehmer gefordert. Quelle: EuPD Research / pgl

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