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Pilotprodukt erstmals auf der Messe Fakuma gezeigt

Sunlumo hat Eine-Welt-Kollektor fertig

15.10.2014, 11:11

Das österreichische Unternehmen Sunlumo tritt mit dem Anspruch an, preisgünstige Solarkollektoren aus Kunststoff zu entwickeln. Nun hat Sunlumo das erste Produkt fertig und sucht Hersteller, die eine Produktionslizenz erwerben wollen.

2010 wurde eine Designstudie vorgestellt, eine Nullserie sollte im Sommer 2013 präsentiert werde, so Firmenchef Robert Buchinger damals. Es hat ein bißchen länger gedauert, aber nun ist die Pilotserie fertig und wird erstmals auf der Fachmesse Fakuma in Friederichshafen gezeigt. Vermarktet wird das Produkt unter dem Label Eine-Welt-Solarkollektor.

Der Solarthermie-Kollektor besteht zu 100 Prozent aus Kunststoff. Das Unternehmen sagt, dass der Preis die Hälfte eines konventionellen Solarkollektors betragen soll. Das Produkt eigne sich zur Heizungsunterstützung und Warmwassergewinnung, so das Unternehmen. Zu sehen ist der Kollektor beim österreichischen Anlagenbauer Fill. Mit Fill hat Sunlumo das Produktionskonzept entwickelt. Sunlumo werde Produktionslizenzen an interessierte Hersteller verkaufen und nicht selbst in die Produktion einsteigen, so Firmenchef Robert Buchinger gegenüber EnBauSa.de. Man könne diesen schlüsselfertige Produktionslinien anbieten, sagt er. Das Interesse sei groß, es gebe Anfragen aus der ganzen Welt, auch aus Deutschland.

Dass es länger gedauert habe als gedacht um bis zur Produktionsreife zu kommen sei bei einem solchen Projekt normal, betont Buchinger: "Wir haben den ersten Kunststoffkolletor für den Massenmarkt entwickelt der vollautomatisch prdouziert werden kann." Bei den Stückkosten sei nun eine Halbierung der Preise gegenüber konventionellen Kollektoren möglich.

Erst vor wenigen Tagen hatte das Freiburger Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE angekündigt, es habe im Rahmen des europäischen Verbundprojekts Solar Collectors Made of Polymers mit einem Konsortium Kunststoff-Solarkollektoren entwickelt und installiert.

Solarthermie-Kollektoren aus Kunststoff gelten als kostengünstige Alternative für den Einsatz in Schwellenländern. Für die Herstellung gibt es im wesentlichen zwei Alternativen: Standardkunststoffe oder Hochleistungs-Polymere. Kollektoren aus Standard-Kunststoff wären zwar billig, aber nicht besonders hitzebeständig. Bei zu großer Hitze müsste man sie abschalten. Eine andere Option sind hitzebeständige Spezialkunststoffe. Die sind aber teuer.

Ob sich gerade für Schwellenländer Kunststoffkollektoren eignen ist umstritten, Experten raten dort eher zu einfachen Kollektoren auf Thermosiphon-Basis. von Pia Grund-Ludwig

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