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Heliatek zeigt Anwendung auf Stahlblech

Solarfolien gewinnen Energie an der Fassade

29.06.2016, 08:50

Solarfolie an einer Biogas-Anlage
Solarfolie auf Stahl erntet Strom an der Fassade. © Heliatek

Eine Biogasanlage mit großen Fassadenflächen an den Fermentern dient als Teststandort für die organische Solarfolie von Heliatek. Auf einer Fläche von 95 Quadratmetern ist der HeliaFilm direkt auf dem profilierten Stahlblech der Außenfassade installiert. Dieser technologische Ansatz ist weltweit einzigartig.

Insgesamt wurden 180 Folien mit einer Gesamtleistung von 5,40 kWp direkt auf der profilierten Stahlfassade montiert. Von besonderem Vorteil ist das geringe Gewicht, das die Installation auf bestehenden Fassadenstrukturen ermöglicht. Dabei ist der Einfluss auf die Gebäudestatik, vor allem im Vergleich zu Silizium-Solarmodulen, vernachlässigbar.

Bei der senkrechten Montage kommen weitere besondere Eigenschaften der organischen Solarfolie zum Tragen. So verfügt organische Photovoltaik über ein ausgezeichnetes Schwachlicht­verhalten, was sich als großer Vorteil bei der suboptimalen Ausrichtung einer senk­rech­ten Fassade erweist. Zudem besitze die Folie ein absolut stabiles Hochtemperatur­verhalten, was die direkte Aufbringung auf die Fassade ohne besondere Hinterlüftung erlaube und damit eine Vielzahl von neuen Anwendun­gen ermögliche, so der Hersteller.

Heliatek hat Solarfolien bereits zur Anwendungsreife in Bauprodukten entwickelt und beispielsweise gemeinsam mit Reckli in Beton integriert. Viele andere Lösungen, die auf organischer PV basieren, sind noch in einem vorindustriellen Stadium oder in Labors.

Das Schweizer Start-up-Unternehmen Flisom, das Technologien zur Produktion günstiger, flexibler und leistungsstarker Dünnschicht-Solarmodule entwickelt, hat mit dem indischen Stahlkonzern Tata vor einem Jahr die nächste Finanzierungsrunde eingeleitet. Flisom kann bis zu ein Meter breite Bahnen von Solarfolien herstellen. Auch andere Stahlhersteller sind an Projekten beteiligt, die teilweise jedoch schon einige Jahren laufen, ohne dass es zu konkreten Ergebnissen kam.

Forscher am Karlsruhe Institute of Technology (KIT) haben ein neuartiges Material entwickelt, das sich für die PV eignet. Auf der Basis von metall-organischen Gerüstverbindungen (MOF) wurde eine funktionsfähige, aus einer einzelnen Komponente bestehende organische Solarzelle hergestellt. Das Material könnte als flexible Beschichtung von verformbaren Bauteilen genutzt werden. pgl

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