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Bei PV soll der Standort gesichert werden

Solares Bauen und Quartiere sind im Forschungsfokus

28.08.2014, 12:30

Haus mit Solarkollektor
Solares Bauen bleibt wichtiger Forschungsschwerpunkt. © Dena

Die Bundesregierung hat ihr 6. Energieforschungsprogramm und eine Bilanz der Forschungsprojekte im Energieumfeld für 2013 vorgelegt. Im Gebäudebereich soll es demnach einen starken Fokus auf dem solaren Bauen als Gesamtstrategie und der energieeffizienten Versorgung kompletter Stadtquartiere mit einem möglichst hohen Anteil erneuerbarer Energien geben.

Spannend ist zudem, dass das Bauministerium von Barbara Hendricks beim prestigeträchtigen Poker um die Forschungsgelder den kürzeren gezogen hat: "Gegenüber der ersten Fassung des 6. Energieforschungsprogramms spricht der Organisationserlass sämtliche ursprünglich in der Verantwortung des Bundesumweltministeriums liegenden Aktivitäten dem Bundeswirtschaftsministerium zu", heißt es zu Beginn des Berichts. Damit liegt die Verantwortung für die Forschung zu den Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien nun komplett bei der Mannschaft von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Das Landwirtschaftsministerium bleibt zuständig für die angewandte Bioenergieforschung.

Bei den Förderschwerpunkten EnEff Stadt und EnEff Wärme liefen 2013 knapp 100 Vorhaben mit einem Volumen von gut 76 Millionen Euro, 18 Projekte gingen neu an den Start. Eines der Vorzeigeprojekte ist das Clusterprojekt High Tech - Low Ex im Wissenschaftsquartier Berlin Adlershof. In der ersten Phase von 2011 bis 2013 ist ein Konzept zur Quartiersentwicklung entstanden, dass das Ziel umsetzen soll, bis 2020 das Ziel zu erreichen 30 Prozent weniger Primärenergie zu verbrauchen. Bei der Forschungsförderung im Bereich einzelner Gebäude liegt der Fokus stärker auf gewerkeübergreifenden Projekten.

Einen hohen Stellenwert nimmt dabei das solaroptimierte Bauen ein. Bei den ausgereichten Fördermitteln für energieeffiziente Gebäude entfiel 2013 fast jeder zweite Euro auf solche Projekte. Dazu passt auch, dass die Fördermittel für Niedertemperatur-Solarthermie ausgeweitet wurden, eine Forderung, die Solarforscher schon seit langem erheben. 2013 betrug der Mitteleinsatz 8,4 Millionen Euro, für neue Projekte wurden 9,9 Millionen Euro bewilligt. Die Forschung zu diesem Segment läuft künftig unter dem Label der Forschungsplattform Energieeffiziente Städte und Gebäude, da sie in engem Zusammenhang mit Projekten zur Energieeffizienz stehe, so der Bericht.

Dabei steht bei der Forschungsförderung zur Niedertemperatur-Solarthermie die Kostensenkung im Mittelpunkt. Eine Reduzierung der Systempreise für Solarthermie hatten Experten auch auf dem Otti-Symposium Solarthermie im Frühjahr 2014 angemahnt. Mehr Mittel gibt es auch für die Brennstoffzellen. Die für KWK-Technologie im Gebäudebereich spannende SOFC-Technologie wird weiter entwickelt und erhält mehr Mittel als in den Vorjahren. Brennstoffzellen-Heizungen werden bereits im Feldtest erprobt, einige Bundesländer haben spezielle Förderprogramme für Heizungen mit Brennstoffzellen aufgelegt.

Für die PV gab es 2013 Fördergelder in Höhe von 63 Millionen Euro, für neue Projekte wurden weitere 49 Millionen freigeschaufelt. Die sollen dazu beitragen, die noch existierenden Reste industrieller PV-Produktion in Deutschland zu halten. Parallel zum Energieforschungsprogramm gibt es noch einen gemeinsamen Förderaufruf von Forschungs- und Umweltministerium, aus dem es ab diesem Jahr nochmals 50 Millionen Euro Fördermittel gibt. Neben der Kostenreduktion soll es um die Einbindung der Systeme in die Stromnetze gehen. Ein weiterer Fokus liegt auf der organischen PV. In diesem Segment spielen deutsche Forschungsinstitute eine wichtige Rolle, etwa bei der Entwicklung von Solarfolien, die an Fenstern und Fassaden zum Einsatz kommen können. von Pia Grund-Ludwig

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