Redox-Flow-Batterie hat großes Potenzial
Experten sind sich einig: Ohne bezahlbare Speicher wird die Energiewende scheitern. Denn die Produktion der erneuerbaren Energien ist zu großen Teilen von Sonne und Wind abhängig und schwankt entsprechend stark. Kein Wunder also, dass in Forschungslaboren und Zukunftsschmieden unter Hochdruck an der Weiterentwicklung von Speichertechnologien für Wind- und Solarstrom gearbeitet wird.
Als besonders vielversprechend gelten chemische Flüssigbatterien, sogenannte Redox-Flow-Batterien. An der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel wurde jetzt eine solche Batterie in Betrieb genommen. "Gerade als Speicher im oder am Gebäude ist Redox-Flow eine sehr interessante Technologie", betont Professor Ekkehard Boggasch von der Fakultät für Versorgungstechnik der Ostfalia im Gepräch mit EnBauSa.de.
Boggasch leitet den regenerativen Energiepark der Ostfalia, der sich dadurch auszeichnet, dass sich die Leistungsklasse der dort installierten Anlagen an Gebäuden orientiert. Im August 2011 ist das Forschungsvorhaben "DESG: Dezentrale Speicher für Gebäude" angelaufen, dessen Ziel es ist, neue Erkenntnisse im Zusammenspiel und Management der verschiedenen Techniken in einem Smart Grid zu erlangen. Neben dem Redox-Flow-Speicher findet sich im Energiepark etwa auch ein Elektrolyseur zur Erzeugung von Wasserstoff mit dem zugehörigen Gasspeicher. "Auch Wasserstoff hat meiner Meinung nach eine große Zukunft als Energiespeicher", sagt Boggasch.
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