Ökotest mit Solarthermie-Anlagen zufrieden
Stuttgart. Die Zeitschrift Ökotest hat 17 Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung für den Einsatz in privaten Wohnhäusern unter die Lupe genommen. Insgesamt waren die Testerinnen und Tester mit der Ausgereiftheit und den Erträgen der Produkte zufrieden.
Auf den Prüfstand kamen 17 Anlagen mit einer Kollektorfläche zwischen 4,3 und 7,4 Quadratmetern. Sie sollten bei der Trinkwassererwärmung auch an sonnenarmen Standorten einen Deckungsgrad von 60 Prozent aufweisen. Am besten hat im Test das Solarpaket von Wagner abgeschlossen als "beste Anlage mit hohem Ertrag und noch guter Wirtschaftlichkeit", so die Tester. Am wirtschaftlichsten war die Anlage von Westfa. Auch die vorgeschlagenen Produkte von Elco, Phönix und Solarfocus konnten die Tester vom Blickpunkt der Wirtschaftlichkeit aus überzeugen. "Meine These, daß Solarthermie als einfache low-tec günstig sein muß, wird in dem Test auch deutlich", betont EnBauSa-Blogger Arno Kuschow. Solarthermie sei aber kein Feld, auf dem man schnell viel einsparen könne, sondern nur ein kleiner Puzzlestein bei der Suche nach umweltfreundlicher Energiebereitstellung, ergänzt er.
Notwendig sei neben der reinen Wirtschaftlichkeit aber eine gute Dokumentation, so Ökotest. Nur die könne sicherstellen, dass die Handwerker die Anlage gut installieren können, und das hat dann natürlich auch Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit. Bei der Wirtschaftlichkeit haben die Tester Steigerungen beim Gaspreis von 8 Prozent zugrunde gelegt. "Das ist für die nächsten 20 Jahre eher zu hoch angesetzt. Hier würde ich mit fünf bis maximal 7 Prozent rechnen", erklärt Solarexperte Timo Leukefeld.
Er lehnt die jetzt getesteten kleinen Anlagen für Einfamilienhäuser generell ab. In einem bestehenden Einfamilienhaus im Altbau bringe eine solche Anlage lediglich zwischen fünf und zehn Prozent Gaseinsparung pro Jahr. Das entspreche zirka 100 Euro Einsparung. Bei Kosten zwischen 4.000 und 5.000 Euro sei die Wirtschaftlichkeit dann kaum zu belegen.
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