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Berger: Jedes zweite Unternehmen muss bis 2015 aufgeben

Nur wenige deutsche Fotovoltaik-Firmen sind fit für die Zukunft

13.06.2010, 05:45

Schüco-Flachdach-PV
Der Wettbewerb im Fotovoltaik-Markt wird härter. Bild:Schüco

Mit einer Studie hat Roland Berger Strategy Consultants den zur Intersolar eigentlich ganz gut gelaunten Fotovoltaik-Unternehmen die gute Laune verdorben. Nur wenige deutsche Unternehmen seien auf das sich verändernde schwierige Marktumfeld gut vorbereitet, so die Analysten. Sie prognostizieren ein Wachstum von 35 Prozent weltweit, gleichzeitig jedoch Preisreduktionen von bis zu 15 Prozent pro Jahr. "Der Markt für die Fotovoltaik-Branche wird immer härter, auch wenn die bevorstehende Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes aktuell zu einer Sonderkonjunktur führt", sagt Torsten Henzelmann, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants. Er erwartet, dass in den nächsten fünf Jahren nur rund die Hälfte der heute etwa 50 größeren deutschen Solarunternehmen überleben wird.

Zulegen wird Asien sowohl als Produzent wie auch als Absatzmarkt. "Der Anteil kristalliner Module aus Asien liegt 2010 bei 50 Prozent und wird weiter steigen", heißt es in der Roland Berger Studie. Gleichzeitig wird die Dünnschichttechnologie ihren Anteil am Absatz erhöhen und 2012 bei rund 25 Prozent liegen. Als boomenden Markt sieht Henzelmann vor allem die USA, Indien und China.

Durch Kapazitätsausbau und Lernkurveneffekte sei von einem Preisverfall zwischen 10 und 15 Prozent pro Jahr und Preisen von unter einem US-Dollar pro Watt auszugehen, so die Experten.

Durch die Expansion der Marktführer geraten vor allem kleine und mittelständische Unternehmen unter Druck. Bereits im vergangenen Jahr lag die Produktionskapazität der Top 10 bei 47 Prozent der Gesamtkapazität, sie wird auf 60 Prozent steigen. Dabei haben die Top 10 bereits 80 Prozent ihrer Kapazität in Asien.

Als Resultat der Volumen-, Preis- und Marktanteilsentwicklungen sinkt der Umsatz für kristalline Fotovoltaik-Module aus europäischer Herstellung unter das Vorjahresniveau – dramatisch für die heimischen Hersteller.

Von 16 deutschen Fotovoltaik-Unternehmen, die für die Studie hinsichtlich strategischer Positionierung und Finanzkraft untersucht wurden, zählen derzeit lediglich zwei zu den finanziell gesunden und strategisch gut positionierten Unternehmen. Vier weitere hätten Chancen, zur Spitzengruppe aufzuschließen, so die Studie. Die restlichen Unternehmen seien mittelmäßig bis schwach aufgestellt. "Nur wenige deutsche Hersteller besitzen eine für den Kunden wiedererkennbare Marke", warnt Henzelmann. Hier fehle es oft an strategischen Initiativen. pgl

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