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Bewohner können Strom vom Dach zum Fixpreis nutzen

Mieterstromprojekt in Sachsen-Anhalt startet

08.12.2015, 08:30

Dach in Burg mit PV-Modulen
30 Prozent des Stroms sollen in dem Projekt in Burg vom eigenen Dach kommen. © IBC Solar

In Burg in Sachsen-Anhalt gehen 35 Mieterstrom-Solaranlagen der Stadtwerke Burg und der Burger Wohnungsbaugenossenschaft ans Netz. Angeschlossen werden können 230 Mietparteien in 12 Gebäuden. IBC Solar liefert die Komponenten für das Projekt.

Mit dem von den Stadtwerken Burg und der Burger Wohnungsbaugenossenschaft initiierten Projekt profitieren die Bewohner von Mietwohnungen von den Kostenvorteilen der Fotovoltaik. Zukünftig wird etwa jede dritte benötigte Kilowattstunde als Sonnenstrom vom eigenen Dach kommen. Das Projekt SonnenBurg für insgesamt zwölf Mehrparteienhäuser mit 230 Wohneinheiten wird in zwei Bauabschnitten umgesetzt. Derzeit werden die ersten 29 Solaranlagen fertiggestellt. Ende 2016 folgen dann weitere sechs Anlagen. Jeder Aufgang erhält dabei seine eigene Solaranlage mit eigenem Wechselrichter und Netzanschluss. Insgesamt werden 280 Kilowattpeak Leistung auf den Dächern der Altbauten durch den regional ansässigen IBC SOLAR Fachpartner eab solar installiert.

Mit dem Pilotprojekt im Jerichower Land ermöglichen die Stadtwerke Burg und die Burger Wohnungsbaugenossenschaft Mietern den Zugriff auf die Kostenvorteile von erneuerbar erzeugtem Solarstrom für den Eigenverbrauch. Ergänzend zum klassischen Strombezug über den Lokalversorger können Mieterinnen und Mieter künftig gut ein Drittel des Haushaltsstroms von den PV-Anlagen beziehen. Sie bezahlen dafür einen Fixpreis, der auf 20 Jahre fixiert ist. Lediglich die Höhe der voll zu zahlenden EEG-Umlage (von 6,345 Cent pro kWh in 2016) kann sich ändern. Die Abrechnung erfolgt durch die Stadtwerke Burg.

Um die Abrechnung für die Mieter transparent zu machen und sie zusätzlich zum Energiesparen anzuregen, werden intelligente Stromzähler installiert. Diese Smartmeter erlauben jedem Bewohner einen aktuellen Überblick über den Stromverbrauch.

Die Burger Wohnungsbaugenossenschaft eG profitiert als Vermieter und Eigentümer der Wohnungen ebenfalls von dem Modell, ohne dabei eigene Investitionsrisiken eingehen zu müssen. Planung, Abwicklung, Finanzierung und auch der Betrieb der Anlagen liegen bei den Stadtwerken. Zunächst haben die Stadtwerke Burg das Mieterstrommodell als Pilotprojekt im eigenen Netzgebiet umgesetzt. Weitere Projekte mit anderen Immobilienbesitzern – privat oder genossenschaftlich – sollen aber im kommenden Jahr in der Region folgen. Auch die Erhöhung des Eigenverbrauchsanteils durch den zusätzlichen Einsatz von Batteriespeichern in den SonnenBurg-Immobilien stellt eine Erweiterungsmöglichkeit dar. Quelle: IBC Solar / pgl

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