RSS | Newsletter | Über uns | Kontakt | Sitemap

Sie sind hier: Home » Solar & Geothermie » Aktuelles » Artikel » Kongress debattiert die Potentiale von Erdwärme

Angst vor geologischen Folgen ist ein Hemmnis

Kongress debattiert die Potentiale von Erdwärme

06.08.2009, 08:00

Auf dem Geothermiekongress 2009, der vom 17. bis 19. November 2009 stattfindet, stehen in Bochum spannende Beiträge und Diskussionen rund um die Entwicklung geothermischer Niedertemperaturkraftwerke auf der Agenda.

Erfolgreiche Beispiele, die vor kurzem ans Netz gegangen sind, werden vorgestellt. In Unterhaching ging Deutschlands dritte Stromerzeugungsanlage ans Netz, zwei weitere in Bruchsal und Simbach am Inn folgen. In Simbach versorgen zwei Tiefbohrungen die Fernwärmenetze der bayerischen Kommune und der oberösterreichischen Stadt Braunau. In Südbayern und am Oberrhein befinden sich weitere Anlagen im Bau. Im Umfeld der bayerischen Hauptstadt entstehen in Poing, Unterföhring und als Gemeinschaftsvorhaben der Gemeinden Aschheim, Kirchheim, Feldkirchen gleich drei neue Fernwärmeversorgungen.

Die Skepsis vor geologischen Risiken ist aber vielfach noch ein Hemmnis. Dennoch haben die seit Anfang 2009 geltenden neuen Einspeisevergütungen für geothermischen Strom der Branche einen neuen Schub verpasst.

Einen breiten Raum wird die Vereinbarkeit der Nutzung geothermischer Ressourcen mit der großflächigen Einlagerung von CO2 aus fossilen Kraftwerken in den Untergrund einnnehmen. Hier wurden Nutzungskonflikte deutlich, die zu wesentlichen Behinderungen beim Ausbau der Tiefen Geothermie führen könnten.

Die Veranstalter des Geothermie-Kongresses wollen sich auch der Debatte um Wärmepumpen annehmen. Unverkennbar sei der der Trend zum Einsatz finanziell billiger, aber energetisch wenig effizienter Luftwärmepumpen, schreiben sie. Auch die Debatte um Grundwasserschutz und geologische Probleme bei oberflächennahen geothermischen Anlagen sei ernst zu nehmen und fordere fundierte Antworten, so die Geothermische Vereinigung. Der wachsende Markt locke Akteure an, die unzureichende Arbeitsergebnisse ablieferten und Qualitätsstandards nicht einhielten. pgl

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

 

Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)
Bitte geben Sie die angezeigte Zeichenfolge (Captcha) ein. Dies dient zur Vermeidung von unerwünschtem Spam.

Zurück

Premiumpartner