RSS | Newsletter | Über uns | Kontakt | Sitemap

Sie sind hier: Home » Solar & Geothermie » Aktuelles » Artikel » Kappung der Einspeisevergütung ist durchs Parlament

Opposition kritisiert Einschnitte bei der Solarförderung

Kappung der Einspeisevergütung ist durchs Parlament

Umweltminister Norbert Röttgen

Norbert Röttgen: Novelle des EEG ist ein gutes Zeichen. Bild: BMU

Berlin. In einer auch vom Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen und den Diskussionen um die Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien geprägten Diskussion hat der Deutsche Bundestag die Reduzierung der Einspeisevergütung für Solarstrom mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP gegen Grüne, Linke und SPD beschlossen. Die Regierungskoalition votierte aber nicht geschlossen und erreichte nur 314 von 332 möglichen Ja-Stimmen.

Die Einspeisevergütung sinkt damit zum 1. Juli 2010 auf Dachflächen um 16 Prozent, Ackerflächen sind künftig komplett von der Förderung ausgenommen. Gestärkt wird der Eigenverbrauch. Das war vor allem der FDP wichtig. Damit könnten auch kleine Gewerbetreibende von der Eigenverbrauchregelung profitieren, sagte FDP-Umweltexperte Michael Kauch in der Debatte.

Die Opposition zeigte sich vor allem empört darüber, dass die Ergebnisse der Anhörung zu dem Thema so wenig Gehör gefunden hätten. "Es wäre schön, sich mit den Sachverständigenvoten auseinanderzusetzen", mahnte der SPD-Redner Matthias Miersch. Er zitierte auch Ergebnisse des Sachverständigenrats für Umweltfragen, die einen Tag vor der Debatte veröffentlicht wurde. Dort wird belegt, dass eine 100-prozentige Stromversorgung aus regenerativen Quellen selbst ohne Energieimporte bis 2050 möglich sei. Die Studie empfiehlt dies allerdings nicht, sondern zieht Szenarien mit internationalen Erzeugerverbünden vor.

Die Opposition warf der Regierung wiederholt vor, Erneuerbare Energien zwar zu propagieren, aber eine diese Aussagen konterkarrierende Politik zu machen. CDU-Umweltminister Röttgen lasse "sich am Nasenring durch die Manege führen", polterte Miersch.

Aus Sicht des Umweltministers dagegen ist die Politik der Opposition ein Festhalten am Status-Quo, das die Dynamik des Markts nicht berücksichtige. Der Staat müsse auf den rasanten Preisverfall bei Solarmodulen reagieren. Besonders wichtig sei ihm die Förderung des Eigenverbrauchs. Es sei "ein Mitmachangebot, weil wir die Bürger brauchen", so der Minister im Bundestag.

Seite 1 von 3
Blättern 1 2 3 Weiter

 

 

Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)
Bitte geben Sie die angezeigte Zeichenfolge (Captcha) ein. Dies dient zur Vermeidung von unerwünschtem Spam.

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.
Meldung vom

Zurück

EnBauSa Ticker

22.05.2012

Geothermie soll erneut zu Bauschäden geführt haben

Im baden-württembergischen Rudersberg im Kreis Rems-Murr nordöstlich von Stuttgart soll es nach ... » mehr


18.05.2012

Forscher machen Fortschritte bei Batterien

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) meldet ... » mehr


16.05.2012

Speicher für Solarstrom auf der Intersolar im Fokus

Die Speicherung von Solarstrom und die Entwicklung leistungsfähiger Batterien und Lösungen zum ... » mehr


11.05.2012

Bundesrat stoppt Kürzung der Solarförderung

Die Bundesregierung ist mit ihren Plänen zur Kappung der Solarförderung am Veto des Bundesrats ... » mehr


Premiumpartner

EnBauSa.de

Checklisten

Bloggen mit der Redaktion

Energieberatersuche


Buchtipps

Anbieter & Hersteller

Stellen Sie Ihre Fragen

In unserem Forum können Sie Ihre Fragen zum energetischen Bauen und Sanieren platzieren.   Forum

Angebote einholen