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BSW unterstützt Anti-Dumping-Verfahren nicht

Intersolar startet verhalten optimistisch

13.06.2012, 12:35

BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig
China ist starker PV-Wachstumsmarkt. © Grund-Ludwig

Nicht die ganz große Euphorie der vergangenen Jahre ist 2012 auf der Intersolar zu spüren. Die Zahl der Aussteller ist um 16 Prozent zurückgegangen, aus China sind ein Viertel weniger Unternehmen gekommen. "Die durch chinesische Unternehmen belegte Standfläche ist aber gleichgeblieben", so Messeorganisator Markus Elsässer. Es habe eine Konsolidierung gegeben, die großen Player kommen nach wie vor.

Von einer Krise mag Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands der Solarwirtschaft, aber dennoch nicht sprechen. Man habe mittlerweile wichtige Meilensteine erreicht. So sei weltweit Solarstrom gegenüber Strom aus Dieselgeneratoren mittlerweile wettbewerbsfähig. Ab 2016 werde es in Deutschland erste Marktsegmente in der Fotovoltaik geben, die mit hohem Eigenstromanteil unabhängig von Förderzuschüssen sein könnten. Insbesondere erwähnte Körnig hierbei Fotovoltaik auf Anlagen von Mietwohnungen. Der weitere Ausbau sei ohne signifikante Infrastrukturkosten möglich, konterte Körnig Versuche vor allem der großen Energieunternehmen, Fotovoltaik teuer zu rechnen. Er bezifferte den Anstieg der Netznutzungsentgelte, der auf den Fotovoltaik-Anstieg zurückzuführen sei, in Deutschland auf insgesamt maximal ein Prozent insgesamt bis 2020.

Diskutiert wird auf der Messe auch die Frage, ob es ein Anti-Dumping-Verfahren gegen chinesische Unternehmen in der EU geben wird. Vom Bundesverband Solarwirtschaft wird ein solches Verfahren nicht unterstützt, man verhalte sich neutral, so Körnig, da man die Interessen aller auf dem deutschen Markt aktiven Solarunternehmen vertrete. Er halte auch nicht viel von derzeit diskutierten Local-Content-Klauseln. Es gehe darum, überall fairen Wettbewerb zu sichern. Das ist insbesondere mit Blick auf den chinesischen Markt wichtig. Mit einem Plus von 50 Prozent und einem möglichen Zubau von 4 Gigawatt Peak gilt China als zentraler Markt. pgl

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