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Neben Solarthermie zeigt die Messe weitere Heizkonzepte

Intersolar setzt auch auf Erneuerbare Wärme

29.10.2013, 00:00

Besucher der Intersolar
Intersolar setzt auf Heizungen mit Erneuerbaren. © Solar Promotion

Die Fachmesse Intersolar erweitert ihr Themenspektrum. Bisher war das Angebot in die Bereiche Fotovoltaik, PV Produktionstechnik, Energiespeicher und Solarthermie gegliedert. Der Bereich der solaren Wärmeerzeugung wird ab 2014 ausgebaut und integriert dann auch regenerative Heizsysteme wie Hackschnitzel- und Pelletheizungen, Mikro-KWK-Anlagen und Wärmepumpen. Der neue Themenbereich Regenerative Wärme wird ergänzt durch eine dreitägige Forumsveranstaltung zum Thema in Halle C4 der Messe.

Mit dem breiteren Technologieangebot will die Intersolar Europe das Geschehen im Markt besser abbilden sowie zukünftige Trends aufzeigen und damit vollständige Komplettlösungen für das Heizen präsentieren. Vor allem in den Bereichen Energieberatung, Planung, Installation und Wartung spiegelt die Intersolar Europe damit die Nachfrage der Besucher und die Angebotspalette der Aussteller wider.

Technologien wie Wärmepumpen und Pelletheizungen haben sich den Markt der kleineren Wohngebäude erschlossen. Zusätzlich fordert die Neufassung der im Mai 2011 verabschiedeten europäischen Richtlinie "Nearly Zero Energy Building (NZEB)" ab 2020 für Neubauten einen deutlich geringeren Energieverbrauch, der dann "nahe Null" liegen soll. Zu erreichen ist das nur mit einem sehr niedrigen Bedarf, kombiniert mit einer effizienten und regenerativen Energieerzeugung in den Gebäuden.

Zusätzliche Impulse für ein Wachstum im Markt regenerativer Heizsysteme wird ab 2015 die neue "EU-Verordnung zur umweltgerechten Gestaltung von Warmwasserbereitern und Warmwasserspeichern" - kurz: "energy labelling" - geben. Ab 2015 müssen alle Produkte in diesem Bereich die in der Verordnung festgelegten Mindestanforderungen erfüllen und mit einem Energielabel gekennzeichnet werden. Damit werden die Energieeffizienzklassen unterschiedlicher Heizsysteme für die Verbraucher transparenter. Profitieren wird davon die Solarthermie, denn mit dem höchsten Label A+++ können ausschließlich solare Warmwasser-Systeme ausgezeichnet werden.

Neubauten machen nur einen geringen Teil der Gebäude in Europa aus. Der Gebäudebestand bildet den weitaus größeren Anteil - auch bei der Bautätigkeit. Ältere Häuser werden laufend saniert, erweitert und umgebaut: Nur 25 Prozent des Bauvolumens in Deutschland entfielen 2011 auf Neubauten. Gerade bei Altbauten sind die Möglichkeiten für eine optimale Einbindung der Solarthermie eingeschränkt. Wenn beispielsweise örtliche Gegebenheiten lediglich eine solare Trinkwasserbereitung zulassen, sind intelligente Komplettlösungen für die Heizung gefragt, die auf das jeweilige Gebäude zugeschnitten sind und neben der Solarthermie weitere Erzeuger und Systeme optimal integrieren.

So sind die unterschiedlichsten Kombinationen von Solarthermie, Hackschnitzel- oder Pelletheizungen, Mini-Blockheizkraftwerken oder Kraft-Wärmekopplungsanlagen und vieles mehr möglich. Auch elektrische Heizsysteme wie Wärmepumpen und Zubehör wie Außenluftwärmeüberträger sowie Technologien zur Erdwärmenutzung müssen für eine optimale regenerative Wärmeerzeugung berücksichtigt werden. Dabei müssen Wärmeerzeugung, Wärmespeicherung, Wärmeverteilung und Wärmeübergabe sowie Heizungsregelung als Gesamtsystem betrachtet und richtig dimensioniert werden. Für die Planung eines Heizsystems auf Basis regenerativer Energien ist damit eine umfassende Kenntnis der verschiedenen Technologien und ihrer bestmöglichen Kombination nötig.

Architekten, Energieberater, Installateure und Planer profitieren damit in Zukunft auf der Intersolar Europe von einem umfassenden Überblick über alle Systeme. Mit der Erweiterung ihres Angebots will die Intersolar Europe dazu beitragen, die Energiewende im Wärmemarkt schneller voranzutreiben. pgl

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