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Innovationen bei Montage und Kombisystemen erwartet

Intersolar 2010 trifft auf viel Optimismus

26.05.2010, 08:06

Menschen auf der Intersolar 2009
Die Intersolar ist internationales Branchenbarometer. Bild: Solar Promotion

Die Vorzeichen für die Fachmesse Intersolar sind gut: Die Umsätze für Solaranlagen boomen, die Unternehmen melden gute Umsätze. Hoffnung gibt es auch durch steigende Auslandsumsätze.

Als einer der ausländischen Hoffnungsträger gilt Großbritannien aufgrund neuer Beschlüsse zur Einspeisevergütung. Die Schwerpunkte bei den gezeigten Produkten liegen auf einfacherer Montage, Lösungen zur Messung des Eigenverbrauchs und ertragreicheren Fotovoltaik-Modulen.

In Deutschland hat die Debatte um die Einspeisevergütung in den ersten Monaten 2010 einen enormen Run auf Fotovoltaik ausgelöst. Nach Angaben der Bundesnetzagentur haben Kunden im Januar und Februar Anlagen mit insgesamt 384 Megawatt Leistung installiert. Große Hersteller von Solarmodulen sind bereits für das erste Halbjahr ausverkauft.

Nicht nur bei den Herstellern, auch beim Patentamt in München herrscht in den Abteilungen für Fotovoltaik Hochbetrieb. Im Jahr 2009 wurden 590 Anmeldungen für Deutschland veröffentlicht. Das sind 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Schwerpunkte bilden Halbleiterbauelemente, die vereinfachte Herstellung der Fotovoltaikmodule, Nachführsysteme und die Befestigung von Solaranlagen auf dem Dach.

Eine Reihe neuer Montagesysteme und Komplettpakete, die eine zügige Installation von Fotovoltaik-Anlagen garantieren sollen, sind für die Intersolar angekündigt. Solarspezialist IBC Solar zeigt mit Knubix 100 eine Halterung, die besonders leicht ist und sich für Industriedächer- oder Flachdächer eignet, die sonst aufgrund der Lasten nicht oder nur schwer für Fotovoltaik zu nutzen sind. Ohne Dachdurchdringung arbeitet auch FDG, eine Koproduktion von Fischer Licht & Metall und Iliotec. Sunova hat seine Montagesysteme ebenfalls verbessert. "Bereits bei Anlieferung sind die Dreiecksgestelle für die Aufständerung der kristallinen Module vormontiert, die Schienen abgelängt und alle Befestigungslöcher gebohrt, so dass sich die Montagezeit auf dem Dach um mehr als 30 Prozent verkürzt", verspricht das Unternehmen.

Sharp hat seine Komplettlösung erweitert. Damit sparen Handwerker bei kleinen Dächern Planungsaufwand. Sie müssen das Fotovoltaik-System nicht aus einzelnen Komponenten komnbinieren. Die Lösung steht in drei Varianten zur Verfügung. Sharp will damit vor allem auch den wachsenden britischen Fotovoltaik-Markt adressieren. Centrosolar bietet mit Cenpak eine ähnliche Lösung als bereits fertig konfigurierte Anlage an.

Wirsol hat einen Stromzähler angekündigt, der im Oktober 2010 produktreif sein soll. Das Unternehmen verspricht, dass er genauer sei als bisherige Lösungen und außerdem per DSL-Datenleitung Informationen auf mobile Endgeräte übertragen kann. Mit dem Zähler lässt sich eine monatsgenaue Abrechnung von Einspeisung und Eigenverbrauch mit dem Energieversorger erstellen.

Solarion zeigt teiltransparente Solarzellen, eine Weiterentwicklung von flexiblen Dünnschichtsolarzellen auf Basis von Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS). Zum Einsatz kommen sie in einem etwa ein Quadratmeter großen Glas-Glas-Modul. Anwendungen sehen die Entwickler vor allem, wenn Glasflächen zur Beleuchtung und Solarstromgewinnung genutzt werden sollen. Die Markteinführung ist für 2011 geplant.

Die Intersolar ist aber nicht nur eine Fotovoltaik- sondern auch eine Solarthermie-Messe. Watts präsentiert in München eine Solarthermie-Frischwasserstation, die warmes Trinkwasser auch in einer Kaskade erzeugen kann und damit Anlagen bis zu 400 m2 Kollektorfläche abdeckt. Panotron verbindet die Gewinnung von Solarstrom und Warmwasser mit einer Lösung aus Solarziegeln. Ein komplettes System kostet bei einer Fläche von 60 Quadratmetern zirka 80.000 Schweizer Franken. Es bringt nach Angaben des Herstellers eine elektrische Energieproduktion von bis zu 72 Watt und bei 8 Grad Aussentemperatur und sonnigem Wetter eine thermische Energieproduktion von mindestens 110 Watt. Es gibt zwar bislang schon Dachabdeckungen, die Strom und Wärme generieren, neu ist aber die Lösung, dass Dachziegel eingesetzt werden. Sie werden in Alu-Profile eingehängt. In diesen Profilen ist eine Wasser-Glykol-Mischung, die die Wärme zu einer Wärmepumpe transportiert. Nelskamp hat vor zwei Jahren ebenfalls Solardachziegel vorgestellt, allerdings nur zur Produktion von Wärme. pgl

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