RSS | Newsletter | Über uns | Kontakt | Sitemap

Sie sind hier: Home » Solar & Geothermie » Aktuelles » Artikel » Geothermie soll wieder zu Schäden geführt haben

Quellende Böden in Böblingen durch Erdwärme?

Geothermie soll wieder zu Schäden geführt haben

25.10.2013, 16:30

Gebäudeschäden in Böblingen sind wohl auf Erdwärmebohrungen zurückzuführen. Das berichtet die Stuttgarter Zeitung. Daran ist man in der Region gewöhnt: Nach Schäden bei Bohrungen im Stuttgarter Umland hatte die Landesregierung Baden-Württembergs 2011 Bohrungen gestoppt und dann strengere Qualitätsanforderungen erlassen. Ob gegen diese Bestimmungen verstoßen wurde wird sich noch zeigen.

Es verdichte sich auf Geothermie, zitiert die Stuttgarter Zeitung eine Sprecherin des Landratsamts. Amtlich sei es allerdings noch nicht, da man noch keine Bohrlöcher gefunden habe, durch die Wasser in den Gipskeuper dringe und den Boden zum Aufquellen bringe. Waldemar Müller-Ruhe vom Bundesverband Geothermie wehrt sich gegen Vorverurteilungen: „Die Untersuchungen haben erst begonnen. Daher sollten wir zunächst abwarten, ob sich der Verdacht eines Zusammenhangs der Hebungen mit den ausgeführten Geothermiebohrungen erhärtet.“

2011 hatte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller, der der Geothermie poisitiv gegenübersteht, nach dem Absacken von Häusern in Leonberg einen zeitweiligen Bohrstopp verhängt. An einem Runden Tisch mit Borhunternehmen und Experten wurden Maßnahmen wie zusätzliche Schulungen und eine verursacherunabhängige Versicherung bei Schäden vereinbart.

In der Region kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Problemen. Der kleine Ort Staufen im Marktgräfler Land am Fuße des Südschwarzwalds hat seit 2008 bundesweite Bekanntheit erlangt, als sich nach Bohrungen die historische Altstadt abgesenkt hat. Im Leonberger Ortsteil Eltingen bei Stuttgart sind 2011 unmittelbar nach Erdwärme-Bohrungen in der Nachbarschaft Häuser abgesackt. Der Schaden ging in die Hunderttausende Euro.

Im baden-württembergischen Rudersberg im Kreis Rems-Murr nordöstlich von Stuttgart kam es nach älteren Geothermiebohrungen aus dem Jahr 2007 und 2008 vor gut einem Jahr zu Bauschäden. Die Erde in Rudersberg hat sich bis zu 40 Zentimetern gehoben. In Böblingen sei die Bodenhebung nach bisherigen Erkenntnissen ungefähr so stark wie in Staufen, die betroffene Fläche aber wohl größer, schreibt die Stuttgarter Zeitung. pgl

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

 

Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)
Bitte geben Sie die angezeigte Zeichenfolge (Captcha) ein. Dies dient zur Vermeidung von unerwünschtem Spam.

Zurück

Premiumpartner