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Bürgermeister fordert Bohrstopp im Landkreis

Geothermie soll erneut zu Bauschäden geführt haben

22.05.2012, 00:00

Im baden-württembergischen Rudersberg im Kreis Rems-Murr nordöstlich von Stuttgart soll es nach älteren Geothermiebohrungen aus dem Jahr 2007 und 2008 nun zu Bauschäden gekommen sein. Die Erde in Rudersberg hat sich bis zu 40 Zentimetern gehoben.

Die Einwohner machen dafür Geothermiebohrungen in einem benachbarten Neubaugebiet verantwortlich. Dort soll eine Gipskeuperschicht unsachgemäß durchbohrt worden sein. Der Bürgermeister hat das Landratsamt aufgefordert, alle Erdwärmeprojekte in der Gipskeuperzone zu stoppen.

Auch das Landesumweltministerium sieht zunächst das zuständige Landratsamt in der Pflicht. Nach Bohrschäden in Leonberg hatte Umweltminister Franz Untersteller vor knapp einem Jahr einen zeitweiligen Bohrstopp für Geothermie verordnet. Die Branche musste verschärfter Qualitätssicherung zustimmen und eine Versicherungslösung für die Fälle erarbeiten, in denen es dennoch zu Schäden kommt.

Das greift aber für Rudersberg nicht, es betrifft nur neue Bohrungen. Das Land Baden-Württemberg kommt für Schäden nach Geothermie-Bohrungen nicht auf. Betroffene müssen im Zweifelsfall gerichtlich klären, wer für die Schäden verantwortlich ist.

Laut einem  Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung spricht sich die Europäische Kommission dafür aus, die Förderprogramme der EU-Staaten für den Ausbau von Sonnen- und Windkraft so schnell wie möglich auslaufen zu lassen. Geothermie hingegen soll auch über das Jahr 2020 hinaus gefördert werden. Dies sei Inhalt eines internen Entwurfs für ein Strategiepapier, das der zuständige Energiekommissar Günther Oettinger Anfang Juni offiziell in Brüssel vorlegen will. pgl

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