RSS | Newsletter | Über uns | Kontakt | Sitemap

Sie sind hier: Home » Solar & Geothermie » Aktuelles » Artikel » Fotovoltaik in 12 Monaten 13 Prozent billiger

Trotz sinkender Einspeisevergütung enormer Zuwachs auch 2011

Fotovoltaik in 12 Monaten 13 Prozent billiger

06.10.2010, 14:37

Indach-Lösung Fotovoltaik
Fotovoltaikmodule finden auch 2011 guten Absatz. Bild: Roto

Die Preise für Fotovoltaik-Anlagen sind in den vergangenen zwölf Monaten um durchschnittlich 13 Prozent gefallen. Das gab der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) bekannt. Dessen Präsident Günter Cramer macht eine Effizienzsteigerung bei der Fertigung der Module für den Preisverfall verantwortlich.

Die gesunkenen Preise, aber auch die Debatten um die Reduzierung der Einspeisevergütung und die im Juli 2010 beschlossenen Kürzungen der Solarförderung für 2011 haben die Nachfrage 2010 kräftig gepusht. Bis zum Jahresende erwartet der BSW bis zu acht Gigawatt neu installierter Solarleistung in Deutschland. Das führt dazu, dass die Einspeisevergütung zum 1. Januar 2011 um weitere 13 Prozent abgesenkt wird. Schon 2012 soll Strom vom eigenen Dach nicht mehr kosten als der konventioneller Energieversorger oder regionaler Stadtwerke.

Das Marktforschungsunternehmen Isuppli erwartet weltweit für 2011 "robustes Wachstum", wie es in einer Studie heißt. Die Zahl der installierten Megawattstunden werde global nochmals um 43,3 Prozent steigen, sagen die Marktforscher. Konkret bedeutet dies, dass es 20,2 Gigawatt neu installierter Solarleistung geben wird. Deutschland werde der wichtigste Markt bleiben und auf 9.5 Gigawatt Mehrleistung trotz sinkender Förderung kommen. Das wäre sogar noch mehr als die derzeit für das Rekordjahr 2010 prognostizierte Leistung.

Trotz eines insgesamt starken Jahres geht Isuppli von einem eher verhaltenen Start aus: "Die starken Resultate für 2011 gibt es trotz einer sich abschwächenden Nachfrage zum Jahresanfang" schätzt Stefan de Haan, Fotovoltaikexperte bei Isuppli. Das führe auch dazu, dass die Preise für Solaranlagen sinken werden. Insbesondere in Deutschland werden sich die Hersteller nach unten bewegen müssen, um trotz geringerer Einnahmen Kunden vom Betrieb einer Solaranlage zu überzeugen.

Die Zahlen schüren erneut die Debatte um eine generelle Kappung der Solarförderung, um das rasante Wachstum zu bremsen. Das werde die Regierung aber angesichts der derzeitigen Debatte um längere Laufzeiten für Atomkraftwerke kaum wagen, prognostiziert Isuppli. Ein solch schwerwiegender Eingriff würde einen Aufschrei unter denjenigen Politikern zur Folge haben, in deren Wahlbezirken die Solarfirmen ansässig seien, sagt de Haan.

Für die Hersteller solarthermischer Anlagen dürfte der weitere Boom für Fotovoltaik eine Hiobsbotschaft sein. Die Konkurrenz auf den Dächern hat in den Boomjahren der Fotovoltaik stets dazu geführt, dass die Umsätze der Solarthermie-Anbieter eingebrochen sind. So geht EUPD Research von einem Einbruch für Solarthermie-Anlagen für 2010 aus mit Umsätzen von weniger als einer Milliarde Euro. Zu dem Einbruch trägt die Nachfrage nach Fotovoltaik bei, aber auch die Querelen um das Marktanreizprogramm: "In der kurzfristigen Prognose wird auf Grundlage der Wiederaufnahme der Förderung des Marktanreizprogramms mit deutlichen Zuwächsen gerechnet", sagen die Forscher von EUPD. Pia Grund-Ludwig

Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

 

Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)
Bitte geben Sie die angezeigte Zeichenfolge (Captcha) ein. Dies dient zur Vermeidung von unerwünschtem Spam.

Zurück

Premiumpartner