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EU PVSEC zeigt effektivere Module und Fertigungsverfahren

Fotovoltaik-Hersteller arbeiten an Kostensenkung

10.09.2010, 06:00

Messe Valencia
Mehr Effizienz bei geringeren Kosten war das Leitthema der EU PVSEC. Bild: Messe Valencia

Die Integration von Fotovoltaik in die Gebäudehülle und der Versuch, über höhere Energieausbeute bei optimierter Produktion die Kosten für die Module zu senken waren die spannenden Themen der EU PVSEC 2010.

Die Randbedingungen für die Fotovoltaik-Unternehmen in Europa werden in den nächsten Jahren weniger komfortabel. Eine ganze Reihe starker Märkte wie Deutschland und Frankreich haben die Einspeisevergütung gesenkt. Chinesische Hersteller drängen mit Produkten auf den Markt, denen Experten bescheinigen, das viele mit europäischen Qualitätsstandards durchaus mithalten können. Die europäischen und amerikanischen Unternehmen reagieren darauf mit Innovationen bei den Produktionsverfahren und dem Versuch, neue Marktsegmente zu erschließen.

Als einer der zukunftsträchtigen Märkte gilt das Segment der Gebäudeintegration der Fotovoltaik. Sharp hat seine See-Through-Module mit unterschiedlicher Transparenz gezeigt und will mit diesen Produkten künftig auch auf den europäischen Markt. Global Solar Energy, ein Experte für CIGS-Dünnschicht, hat in Valencia angekündigt, seine Produktpalette um ein Modul  zur gebäudeintegrierten Fotovoltaik zu erweitern. Dieses ist vor allem für große Gewerbe- und Industrieflächen gedacht. Die Leistungsstärke gibt das Unternehmen mit 12,6 Prozent auf der Gesamtfläche an. Die großen Abmessungen von 5,75 auf 0,5 Meter sollen die Montagekosten minimieren.

Renusol hat das Montagesystem IntraSole CL für Laminate und Dünnschicht-Module in Spanien präsentiert. Erst im Oktober 2010 auf der Solar Power International in San Francisco will Ascent Solar seine WaveSol-Serie zeigen. Es sind fünf Meter lange CIGS-Module, die ebenfalls in der Gebäudeintegration verwendet werden können.

Zahlreiche Unternehmen setzen auf höhere Ausbeute durch Zellen, die die Kontakte an der Rückseite haben. Applied Materials verspricht sich von monokristallinen Zellen mit Rückseitenkontakten Vorteile bei der Produktion und eine Reduktion der Fehler bei der Verkapselung. Auch Centrotherm Photovoltaics hat auf der spanischen Messe Lösungen für Rückkontakt-Zellen gezeigt. Auf industrieüblichen Produktionsanlagen wurden nach Angaben des Unternehmens mittlere Wirkungsgrade von 19,1 Prozent erzielt und Spitzenwerte von 19,2 Prozent. Schott Solar und Solland Solar hatten zur EU PVSEC die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Rückkontakt-Solarzellen und -module angekündigt.

Bosch Solar Energy setzt bei der Erhöhung der Energieausbeute auf verbesserte Zell-, Modul- und Montagekonzepte. Ein Modul aus 60 monokristallinen Zellen mit einer Leistung von mehr als 250 Watt und einem Modulwirkungsgrad von 15,5 Prozent war zu sehen. Eine verbesserte Verschaltung der Solarzellen untereinander reduziert die optischen und elektrischen Verluste. Eine weitere Leistungssteigerung werde durch die Verwendung einer langzeitbeständigen Antireflexbeschichtung auf dem Deckglas erzielt, sagte der Hersteller. Außerdem war bei Bosch ein Einschubsystem zu sehen, das anstelle von Klemmen Schienen verwendet. Die Fotovoltaik- Module werden in diese Führungsschienen eingeschoben und fixiert. Das soll die Installationszeit auf 15 Sekunden pro Modul senken.

Die Dresdner Sulfurcell Solartechnik hat den Prototypen ihrer neuen Produktlinie mit einem Wirkungsgrad von 10,7 Prozent bei 86,8 Wattpeak Leistung auf 1,25 mal 0,65 Meter großen Modulen vorgestellt. Sulfurcell setzt dabei auf eine neue Zusammenstellung der Halbleiterschicht: So fertigt das Unternehmen erstmals Dünnschichtmodule auf Basis von CIGSe-Halbleitern.

CIGSe steht für Kupfer, Indium, Gallium und Selen. Neu ist die Verwendung von Selen anstelle von Schwefel. 2011 stellt das Unternehmen einen Teil seiner Produktion auf CIGSe um. Bis 2015 seien Modulwirkungsgrade von über 14 Prozent realistisch, sagte das Unternehmen in Valencia. pgl

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