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Österreichische Experten setzen auf Sulfosalze

Forscher suchen billiges Material für Fotovoltaik

19.12.2009, 08:00

Salzburg. Das Christian-Doppler-Labor Applications of Sulfosalts in Energy Conversion in Salzburg entwickelt kostengünstigere Halbleitermaterialien für die Fotovoltaik. Professor Herbert Dittrich, Leiter des Labors: "Unser Ziel ist es, ein Material herzustellen, das wesentlich preiswerter ist, als das bisher verwendete. Es könnte die Stromgewinnung durch Fotovoltaik revolutionieren. Denn die neuen Dünnschichtmaterialien aus Sulfosalzen wandeln das Licht wesentlich effizienter in elektrischen Strom um, als das bislang in der klassischen Fotovoltaik übliche Silizium.“

Die bislang durchgeführten Studien weisen nach Angaben Dittrichs darauf hin, dass die Dünnschicht-Fotovoltaik um die Hälfte billiger als Silizium sein kann. Erste Prototypen wurden bereits hergestellt. Ziel ist nun die sukzessive Erhöhung des Solarzellen-Wirkungsgrades in konkurrenzfähige Bereiche. Der wichtiste Vorteil gegenüber anderen Dünnschichtverfahren soll der Preis sein.

Als Sulfosalze bezeichnet man eine Familie natürlich vorkommender, sehr komplexer Chalkogenide. Chalkogenide sind Verbindungen aus Schwefel, Sauerstoff, Selen oder Tellur. "Deren außerordentliche Halbleitereigenschaften haben noch keine Berücksichtigung in der Bauelemententwicklung gefunden", so die Forscher aus Österreich. pgl

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